Anpfiff in 6 Stunden: Die Schweiz ist ready für den WM-Viertelfinal
Die Schweiz steht erstmals seit 1954 wieder in einem WM-Viertelfinal. Damit das Spiel heute gebührend gefeiert werden kann, gibt es vielerorts eine Freinacht.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Sonntagmorgen um 3 Uhr steht die Schweiz gegen Argentinien im WM-Viertelfinal.
- Das ist historisch, denn: Letztmals spielte die Nati 1954 in einem WM-Viertelfinal mit.
- Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, wurde vielerorts eine Freinacht bewilligt.
Erstmals seit 1954 steht die Schweizer Nati wieder in einem Viertelfinal der Fussball-WM.
Das Spiel steigt in Kansas City in den USA, die Zeitverschiebung zur Schweiz beträgt sieben Stunden. Aus diesem Grund flimmert das Spiel hierzulande erst ab 3 Uhr morgens über die Bildschirme.
Doch weil das Spiel historisch ist, haben zahlreiche Städte und Kantone die Nacht auf Sonntag zur Freinacht erklärt. Damit fällt die Sperrstunde für alle Gastrobetriebe weg.
Bern beschliesst Freinacht auf gesamtem Kantonsgebiet
Die Stadt Zürich hatte beispielsweise bereits am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie für das Viertelfinalspiel die Regeln lockert. Sämtliche Lokale dürfen das Spiel sowohl drinnen als auch draussen übertragen.
Um jene Anwohnerinnen und Anwohner zu schonen, die nicht fussballbegeistert sind, ist der Einsatz von Beamern und Verstärkeranlagen jedoch verboten.
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Auch in Winterthur dürfen sämtliche Lokale das WM-Viertelfinal in der Nacht auf Sonntag sowohl drinnen als auch draussen übertragen. Trotz der nächtlichen Stunde wolle die Stadt allen Interessierten ein gemeinsames Fussballerlebnis ermöglichen, teilte der Stadtrat mit.
Nebst der Spielübertragung sind auch weitere laute Tonquellen wie Anmoderationen oder Musik zulässig.
In Bern wiederum wurde eine Freinacht für das gesamte Kantonsgebiet beschlossen. Damit fällt auch hier die Sperrstunde für alle Gastronomiebetriebe weg.
Städte lockern Regeln für WM-Viertelfinal
Gleiches gilt für Basel-Stadt: In der Freinacht dürfen Beizen ihre Gäste die ganze Nacht im Freien bewirten. Das Spiel darf durchgehend draussen gezeigt werden.
Und auch im Baselbiet dürfen Fussballfans den WM-Viertelfinal am Sonntagmorgen in den Beizen mitverfolgen. Die Sicherheitsdirektion verlängert die Öffnungszeiten für alle Gastwirtschaftsbetriebe in den Innenräumen bis 5 Uhr. Dies gilt auch für Gelegenheitswirtschaften im Zusammenhang mit der WM.
Im Kanton Luzern dürfen Gastrobetriebe das Spiel drinnen und draussen übertragen. Dafür ist gemäss Staatskanzlei die übliche Bewilligung der Polizei nötig. Die Stadt Luzern ist bereit, den drei bewilligten Public Viewings eine Ausnahmeregelung zu genehmigen.
Weiter haben auch die Städte Zug und St.Gallen die Nacht auf Sonntag zur Freinacht erklärt.
Mit der Freinacht trage man dem grossen öffentlichen Interesse am Spiel der Schweizer Nationalmannschaft Rechnung. Das teilte etwa die Stadt St.Gallen mit.
Grosses Public Viewing auf der Piazza Grande in Locarno
In Chur beschloss die Stadtregierung, dass Betriebe in der Ausgangsmeile das Spiel im Innenbereich zeigen dürfen. Alle anderen Betriebe, die normalerweise vor 3 Uhr schliessen, dürfen das Spiel ebenfalls zeigen. Sie müssen aber eine Einzelbewilligung für die Verlängerung der Polizeistunde beantragen.
Ein grosses Public Viewing wird es zudem in der Nacht auf Sonntag auf der Piazza Grande in Locarno TI geben. Die Veranstalter des Musikfestivals «Moon & Stars» ersuchten die Locarneser Stadtbehörden schon vor dem Schweizer Achtelfinalspiel eine entsprechende Bewilligung. Die Stadt sagte Ja.
Auch die Bars, Cafés und Restaurants im Kanton Genf können die ganze Nacht von Samstag auf Sonntag geöffnet bleiben. Man entschied, vom Gesetz über die Restauration, den Ausschank von Getränken, die Beherbergung und die Unterhaltung abzuweichen.
Dieses sah am Wochenende eine Schliessung um 2 Uhr vor. Und im Kanton Jura wird es wegen des WM-Viertelfinalspiels ebenfalls eine Freinacht geben.











