Angela Merkel Zitteranfall: Auch Bundesräte haben keinen Leibarzt

    Alexandra Aregger
    Alexandra Aregger

    Bern,

    Der heftige Zitteranfall von Angela Merkel erschütterte diese Woche viele. Einen eigenen Leibarzt hat die Kanzlerin nicht. Dasselbe bei unseren Bundesräten.

    Angela Merkel
    Nach dem Zitter-Vorfall von Angela Merkel stellt sich die Frage: Wer schaut eigentlich zu unseren Bundesräten? - Nau/Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Angela Merkel zitterte am Dienstag beim Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten heftig.
    • Danach stellte sich heraus: Die Kanzlerin hat keinen Leibarzt.
    • Auch die Schweizer Bundesräte werden nicht von einem Leibarzt versorgt.

    Die zitternde Bundeskanzlerin Angela Merkel ging diese Woche viral. Sie versicherte danach zwar: «Mir geht es sehr gut.» Doch der Zitter-Anfall entfachte eine Diskussion um die Versorgung der Kanzlerin. Warum sorgt sich niemand um sie?

    Daraufhin wurde klar: Merkel hat keinen eigenen Leibarzt. Ganz im Gegensatz zu US-Präsident Donald Trump, welcher sich von seinem persönlichen Arzt sogar Ernährungs-Tipps geben lässt.

    Leibarzt
    Der amerikanische Präsident hat im Gegensatz zu Angela Merkel einen persönlichen Leibarzt, der ihn jüngst für fettleibig erklärte. - DPA

    Doch Merkel ist nicht die einzige ohne persönlichen Doktor.

    Bundesräte wie Angela Merkel auf sich gestellt

    Die Bundeskanzlei teilt auf Anfrage mit, dass die Gesundheit der Bundesräte grundsätzlich privat geregelt sei. «Magistratspersonen wählen ihre Ärzte selber und stützen sich dabei auf das bestehende medizinische Angebot der Schweiz», so Sonja Margelist, Informationsbeauftragte.

    Bundesrat
    Weder Ueli Maurer (links), noch Viola Amherd (Mitte) kriegen einen Leibarzt zur Seite gestellt. - sda - KEYSTONE/WALTER BIERI

    Auch gäbe es für die Bundesräte keine Pflichten, routinemässig bestimmte Untersuchungen durchführen zu lassen.

    Doch: «Bei jedem Anlass gibt es immer ein Sicherheitsdispositiv, welches auch die medizinische Versorgung beinhaltet.»

    Wenn der Bundesrat selber zum Arzt wird

    Wer unsere Regierung ärztlich versorgt, darf die Bundeskanzlei aus Sicherheitsgründen nicht kommunizieren. Auch nicht, wie dieses Sicherheitsdispositiv bei Anlässen konkret aussieht.

    Doch ist die Bevölkerung um den Gesundheitszustand eines Bundesrates besorgt, kommt gerne Ignazio Cassis zum Zuge. Der Aussenminister hat ein Medizin-Studium absolviert und war Tessiner Kantonsarzt.

    Bundesrat
    Sicher fühlen können sich die Bundesräte sicherlich in Anwesenheit von Aussenminister Ignazio Cassis (rechts). - Keystone

    So wurde er auch im vergangenen Jahr von Parlamentariern beigezogen, als es um den Zustand von Johann Schneider-Ammann ging. Der damalige Wirtschaftsminister war mehrfach in wichtigen Sitzungen eingenickt. Cassis gab Entwarnung und führte die Nickerchen schlichtweg auf Müdigkeit zurück.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Angela Merkel
    106 Interaktionen
    Sorge um «Mutti»
    merkel
    7 Interaktionen
    Nach Zitter-Anfall
    Merkel Zitterattacke
    15 Interaktionen
    Nach Zitter-Attacke
    Leapmotor B03X
    87 Interaktionen
    Nur 23’900 Franken

    MEHR AUS STADT BERN

    2 Interaktionen
    Das ändert sich
    Die grosse Tramdepot Sause
    Haxen, Hits, Stimmung