Micheline Calmy-Rey

Alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey wird jetzt Schauspielerin

Elena Hatebur
Elena Hatebur

Zürich,

Für ein Theaterstück über Demokratie wagt sich Alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey auf die Schauspielbühne. Das fiktive Szenario hat es in sich.

Micheline Calmy-Rey
Wagt den Schritt auf die Theaterbühne: Alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im August wird die Aula der Universität Zürich zur Bühne eines politischen Theaterstücks.
  • Auch alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey ist Teil der Besetzung.
  • Welche Rolle die 81-Jährige einnehmen wird, ist bislang unklar.

«Allianz der letzten Demokratien» prangt auf dem Programm des «Zürcher Theater Spektakel». Vier Tage lang wird die Aula der Universität Zürich zur Bühne eines politischen Gedankenexperiments.

Realität und Fiktion dürften dabei auffallend nahe beieinanderliegen, wie ein Blick auf die Website des Theaters zeigt.

Denn: An politischer Prominenz ist das Stück kaum zu überbieten. Auch diverse Professorinnen und Professoren der Universität Zürich sind vertreten.

Auf der Besetzungsliste stehen neben dem ehemaligen schwedischen Ministerpräsidenten Carl Bildt, mehreren National- und Ständeräten auch alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. Die 81-Jährige wagt sich für das Stück auf die Schauspielbühne.

Trifft das Publikum die richtige Entscheidung?

Die fiktive Geschichte greift ein Szenario auf, das angesichts der aktuellen Weltlage kaum aktueller sein könnte.

Die Handlung spielt im August 2027 – nur ein Jahr in der Zukunft. Weltweit gewinnen autoritär regierte Staaten an Einfluss, demokratische Werte geraten zunehmend unter Druck.

Der globale Rechtsrutsch schreitet voran, die Demokratie steht auf dem Spiel.

In Zürich formiert sich deshalb eine neue Allianz. Vierzig Demokratien wollen sich zu einer multilateralen Organisation zusammenschliessen, um die demokratische Ordnung zu verteidigen.

Die Schweiz gerät dabei einmal mehr in eine Schlüsselrolle. Als Gastgeberin der Konferenz prüft sie einen Beitritt zum Bündnis. Der Bundesrat zeigt sich allerdings zurückhaltend und hält die ausgearbeitete Charta für nicht ausgereift.

Entscheiden darf er darüber jedoch nicht mehr. Nach einem Parlamentsbeschluss im Frühjahr 2027 liegt das letzte Wort bei einer per Los bestimmten Schweizer Delegation.

Diese Delegation sitzt während der Aufführung im Zuschauerraum. Eine knifflige Aufgabe: Innerhalb von zwei Stunden muss das Publikum entscheiden, ob die Schweiz der Allianz beitreten soll.

Stück mit Micheline Calmy-Rey ist restlos ausverkauft

Wie genau Micheline Calmy-Rey in das Stück eingebunden wird, bleibt bis zur Aufführung offen.

Klar ist hingegen: Das politische Theaterexperiment stösst auf grosses Interesse.

Würdest du dir das Stück anschauen?

Wer noch kein Ticket ergattert hat, dürfte leer ausgehen.

Sämtliche Vorstellungen sind bereits restlos ausverkauft. Eine Abendkasse gibt es nicht.

Kommentare

User #3864 (nicht angemeldet)

Hat uns viel gekostet

User #5155 (nicht angemeldet)

Und das Stück heisst, ich, die SP, die Titanic und der Eisberg.

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