Die Rettungskräfte der Air Zermatt haben am Wochenende zwei Mal am Matterhorn und einmal am Weisshorn Einsätze für in Not geratene Alpinisten geleistet.
Eine Rettungsequipe der Air Zermatt hat am Sonntag am Matterhorn zwei Alpinisten mit schweren Erfrierungen evakuiert und ins Spital geflogen. (Archivbild).
Eine Rettungsequipe der Air Zermatt hat am Sonntag am Matterhorn zwei Alpinisten mit schweren Erfrierungen evakuiert und ins Spital geflogen. (Archivbild). - sda - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Air Zermatt musste am Wochenende zweimal ausrücken.
  • Am Matterhorn wurden zwei Berggänger mit schweren Erfrierungen geborgen.

Die Rettungskräfte der Air Zermatt haben am Wochenende zwei Mal am Matterhorn und einmal am Weisshorn Einsätze für in Not geratene Alpinisten geleistet. Am Matterhorn wurden zwei Berggänger mit schweren Erfrierungen geborgen.

Die beiden Apinisten waren am Sonntagmittag auf der Solvayhütte auf rund 4000 Metern über Meer blockiert, wie die Air Zermatt am Montag mitteilte.

Schwere Erfrierungen an Händen und Füssen

Sie hätten sich beim Aufstieg schwere Erfrierungen an Händen und Füssen zugezogen. Ein Abstieg sei für die beiden Alpinisten nicht mehr möglich gewesen.

Ein Rettungshelikopter habe die beiden mit Hilfe eines Rettungsspezialisten der Rettungsstation Zermatt geborgen. Sie seien zunächst ins Spital nach Visp geflogen worden. Bei einem der beiden Alpinisten seien derart schwere Erfrierungen an Händen und Füssen diagnostiziert worden, dass er ins Universitätsspital nach Genf habe verlegt werden müssen.

Bergsteiger am Matterhorn verweigerten Hilfeleistungen

Am späten Sonntagnachmittag musste die Air Zermatt zudem einen Einsatz für vier Alpinisten fliegen, die das Matterhorn von der italienischen Seite über den Liongrat besteigen wollten. Durch die Wetterverhältnisse am Berg habe sich ihr Aufstieg verzögert. Völlig erschöpft hätten die Alpinisten schliesslich die Bergretter alarmiert.

Versuche italienischer Rettungskräfte sowie der Air Zermatt zur Evakuierung der Alpinisten scheiterten wegen der starken Winde. Am Montagmorgen seien die italienischen Rettungskräfte zu einem erneuten Evakuierungsflug gestartet. Die Alpinisten hätten die Nacht in einem Biwak aber gut überstanden, hätten sich gar erholt und jegliche Hilfeleistung verweigert.

Bei einem weiteren Einsatz am Weisshorn hatte einer von zwei Alpinisten auf rund 4360 Metern Höhe seine Steigeisen verloren, wie es weiter heisst. Nach mehreren Rettungsversuchen hätten die beiden Alpinisten ins Tal geflogen werden können. Eine Übernachtung in dieser Höhe bei starkem Wind hätten sie nicht überlebt, schreibt Air Zermatt.

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