Der legendäre Aargauer Fotoreporter Heinz Fröhlich ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Fröhlich war während vier Jahrzehnten als rasender Fotograf für das frühere «Aargauer Tagblatt» unterwegs und dokumentierte Unfälle, Verbrechen und politische Ereignisse.
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Ein Fotoapparat. (Symbolbild) - Pixabay

Fröhlich war am vergangenen 1. Januar verstorben, wie die Trauerfamilie am Mittwoch in einer Todesanzeige bekanntgab. Seine Arbeit als Reporter und Allrounder beim «Aargauer Tagblatt» begann Fröhlich 1958 und dauerte bis 1998. Er war immer mit seiner Hasselblad-Mittelformatkamera unterwegs.

Seine Arbeiten zeichnete Fröhlich mit dem Kürzel «-hf-». Auf dem Dach seines Hauses hatte er früher eine Antenne installiert: So konnte er den Polizeifunk abhören und schnell vor Ort sein.

Fröhlich war 1933 im ehemaligen deutschen Niederschlesien geboren worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg floh er mit seiner Familie nach Bayern und verbrachte drei Jahre in einem Flüchtlingslager. Er absolvierte eine Lehre als Schriftsetzer und kam 1954 in die Schweiz. Das Fotografieren brachte er sich selbst bei.

Nach der Pensionierung 1998 fotografierte und publizierte Fröhlich weiter. Die Reportagen erschienen in Zeitungen des Kantons und der Region. Er schenkte sein fotografisches Material, das sich in seiner Privatwohnung befand, 2017 dem Staatsarchiv Aargau.

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