Der Kanton Aargau soll einen Teil des grössten zusammenhängenden und eingezonten Industriegebiets in der Nordwestschweiz kaufen. Das hat der Regierungsrat dem Parlament beantragt. Er sieht grosses Entwicklungspotential für das Sisslerfeld. Es geht um 25,7 Millionen Franken.
Regierungsgebäude - Aarau, Aargau
Regierungsgebäude - Aarau, Aargau - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Mit dem strategischen Landerwerb solle die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons gefördert werden, schreibt der Regierungsrat in der am Freitag veröffentlichten Botschaft an den Grossen Rat. Nach dem Kauf durch den Kanton solle das Industriegebiet rasch markt- und baureif werden.

Konkret hat das Parlament für den strategischen Landerwerb 19,7 Millionen Franken zu bewilligen. Für die Sondernutzplanung und Erschliessung bis zur Baureife entsteht gemäss Regierungsrat zudem ein Aufwand von 6 Millionen Franken. Das Gebiet Sisslerfeld erstreckt sich über die vier Gemeinden Eiken, Münchwilen, Sisseln und Stein.

Die Parzellen sollen gemäss Regierungsrat wertschöpfungsstarken Unternehmen zur Ansiedlung angeboten werden. Als Grundeigentümer habe der Kanton die Möglichkeit, die Entwicklung noch stärker zu fördern und aktiver zu gestalten.

Es sei zweckmässig, dass der Kanton ihm angebotene Grundstücke erwerbe, entwickele und marktreif mache, um sie anschliessend zu Marktpreisen rasch und unkompliziert wieder dem Markt und der Wirtschaft zuzuführen, heisst es in der Botschaft des Regierungsrats. Das sei für erfolgreiche Ansiedlungen von hohem Interesse.

Die Verhandlungen mit den Eigentümerinnen und Eigentümern für den Landerwerb sind gemäss Regierungsrat abgeschlossen. Für alle Grundstücke seien rechtlich bindende Vereinbarungen zum Preis und zu den Modalitäten des Eigentumsübertrags abgeschlossen. Der Grosse Rat wird im kommenden Jahr über den Antrag des Regierungsrats entscheiden.

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