3-Tage-Woche dank KI? Zürcher: «Klingt gut, aber ...»
Die von Nau.ch befragten Menschen sind sich einig: Weniger arbeiten würden sie alle gerne. Doch ist Jeff Bezos’ Idee, dass KI das ermöglichen wird, realistisch?
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Das Wichtigste in Kürze
- Laut Jeff Bezos könnte es sein, dass wir in Zukunft dank KI nur noch drei Tage die Woche arbeiten müssen.
- Nau.ch hat in Zürich nachgefragt, wie die Menschen dazu stehen.
- Viele sind kritisch eingestellt, würden es aber begrüssen, weniger arbeiten zu müssen.
Amazon-Gründer Jeff Bezos (62) prophezeit, dass uns KI die Drei-Tage-Woche ermöglichen könnte. Die Idee klingt erstmal super – weniger Arbeit, mehr Freizeit. So gut es klingen mag, gibt es aber auch Fragezeichen.
So begründet Bezos beispielsweise nicht, weshalb die Arbeitnehmenden vom Produktivitätsgewinn profitieren und nicht die Unternehmen selbst. Wenn nämlich KI einen Teil der Arbeit übernimmt, könnten dies Arbeitgeber auch einfach zum Anlass nehmen, um Stellen zu streichen.
Doch auch abgesehen von der Realisierbarkeit kann eine Drei-Tage-Woche auch Kehrseiten mit sich bringen. Nau.ch hat bei den Menschen in Zürich nachgefragt, was sie von Bezos’ Idee halten.
Wie die Umfrage in Zürich zeigt, betrachten es viele als unrealistisch, dass uns KI eine Drei-Tage-Woche ermöglichen kann.
Laut Nathalie (38) hängt es auch stark vom Job ab, ob KI einem die Arbeit abnehmen kann: «Gewisse Jobs können sicher von KI ersetzt werden. Andere – keine Chance, oder zumindest nicht heute.»
Weniger arbeiten: Tönt gut!
Auch Chiara (18) zeigt sich kritisch: «Ich finde es auch etwas beängstigend, dieses ganze KI-Thema.»
Dennoch, weniger arbeiten würden eigentlich alle gerne. «Natürlich, es wäre schon noch gemütlich», sagt Emanuel (19). Drei Tage sind laut Andrea (22) etwas extrem, aber mit einem Tag weniger könnten laut ihm wohl die meisten leben. Diesen Mittelweg sehen die meisten als optimal.
Susana (53) meint, es «klingt gut, aber …» sie spinnt den Gedanken weiter: «Wenn man wirklich nachdenkt, glaube ich, ist es nicht so eine tolle Idee. Nicht alle können zuhause bleiben.» Sie selbst sei schon lange Hausfrau und sagt, es sei nicht einfach, zuhause zu bleiben.
Freunde von ihr, die 100 Prozent arbeiten, hätten teilweise Probleme, sobald sie Ferien haben oder sonst zuhause bleiben müssen. Sie hätten plötzlich gesundheitliche oder psychische Probleme.
Bezüglich der Frage, wie sie die zusätzliche Freizeit nutzen würden, sind sich die befragten Menschen einig: Alle würden mehr Kontakte zu Freunden und Familien pflegen und ihren Hobbys nachgehen.













