In der Nacht auf Sonntag nahm die Stadtpolizei St. Gallen zwei Brüder in Gewahrsam. Sie hatten am Bahnhof herumgeschrien und andere Personen belästigt.
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Autos der Stadtpolizei St. Gallen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In St. Gallen wurden zwei Brüder in Gewahrsam genommen.
  • Die 21- und 19-Jährigen hatten andere Personen belästigt und herum gepöbelt.
  • Bei beiden wurde ein Blutalkoholwert von über 2 Promille festgestellt.

Die Stadtpolizei St. Gallen hat am Samstag zwei Brüder mit auf den Posten genommen. Die beiden hatten zuvor in der Unterführung des Hauptbahnhofs andere Personen belästigt und sich bei der Personenkontrolle aggressiv verhalten.

Ein Polizist wurde dabei leicht an der Hand verletzt. Der Jüngere der beiden Delinquenten war der Polizei bereits vorher aufgefallen.

Schreie aus der Unterführung

Die Polizei sei um 1.30 Uhr wegen Schreien aus der Unterführung auf die Brüder aufmerksam geworden, schreibt die Stadtpolizei am Sonntag in einer Mitteilung. Weil die beiden aggressiv gewesen seien und die Polizisten bedroht hätten, sei eine Personenkontrolle vor Ort nicht möglich gewesen. Die Polizisten hätten sie daher in Handfesseln gelegt und mit auf den Posten genommen.

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Bahnhof St. Gallen - Keystone - Community

Wie sich auf dem Posten herausstellte, waren die beiden stark alkoholisiert. Beim älteren der Geschwister (21 Jahre) ergab der Atemalkoholtest einen Blutalkoholwert von 2,22 Promille. Beim jüngeren, 19-Jährigen, wurden 2,12 Promille gemessen.

Olma-Verbot ausgesprochen

Zudem war der 19-Jährige bereits um 23 Uhr einer Polizeipatrouille an der Sonnenstrasse beim Herbstjahrmarkt negativ aufgefallen. Dies weil er andere Personen und anschliessend einen Polizisten provoziert hatte. Der Mann darf aus diesem Grund das Olma-Gelände und das Gebiet, wo der Herbstjahrmarkt stattfindet, während sieben Tagen nicht betreten.

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Besucher an der 78. OLMA Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung. - keystone

Wegen Fremdgefährdung wurden die beiden zudem in polizeilichen Gewahrsam genommen, nachdem ein Amtsarzt auf dem Polizeiposten die «Hafterstehungsfähigkeit» bestätigt hatte. Sie wurden ausserdem für 30 Tage aus der Stadt St. Gallen weggewiesen. Es dürften zudem Anzeigen wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte sowie wegen Hinderung einer Amtshandlung folgen, schreibt die Polizei.

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