Pickleball: Neuer Trendsport erobert Bern

Andrea Bauer
Andrea Bauer

Bern,

Schnell gelernt, sofort gespielt: Mit der Eröffnung von vier neuen Courts bringt das Tivoli Center Pickleball nach Bern und trifft damit den Nerv der Zeit.

Showmatch mit Jérôme Frei, Stefanie Sandri, David Christen und Jorge Bernal.
Showmatch mit Jérôme Frei, Stefanie Sandri, David Christen und Jorge Bernal. - Daniel Zaugg

Im Tivoli Center Worblaufen wurde am Wochenende erstmals Pickleball gespielt, und das mit sichtlicher Begeisterung.

Zur Eröffnung der vier neuen Courts strömten Neugierige, Sportbegeisterte und Szene-Insider nach Worblaufen, probierten Demo-Paddles aus oder verfolgten Showmatches der Schweizer Pickleball Elite.

Die Anlage setzt ein klares Zeichen: Pickleball ist in der Region Bern angekommen.

Realisiert wurden die Plätze gemeinsam mit der Pro Pickleball GmbH und Rebound Ace Europa: zum Einsatz kam ein Belagsystem, das Komfort und ein angenehmes Spielgefühl bieten soll. Joola-Pro-Netze und ein Shop mit passendem Material vor Ort runden das Angebot ab.

Tivoli-Sponsor Bodinvest Immobilien mit Lukas, Sebastian, Julia und Daniela Bodmer.
Tivoli-Sponsor Bodinvest Immobilien mit Lukas, Sebastian, Julia und Daniela Bodmer. - Daniel Zaugg

Die Swiss Pickleball Association spricht von einem weiteren wichtigen Schritt für die wachsende Community. Denn schweizweit entstehen derzeit immer mehr Angebote und Standorte.

Dass Pickleball weltweit boomt, zeigte sich auch in Worblaufen: Anfängerinnen und Anfänger standen genauso auf dem Platz wie erfahrene Spieler und nach wenigen Ballwechseln war klar, warum der Sport so viele begeistert.

Kennst du Pickleball?

Schnell gelernt, dynamisch gespielt und vor allem: überraschend gesellig. Die Mischung aus Tennis, Badminton und Tischtennis fasziniert und wächst international rasant.

Die Premiere im Tivoli Center dürfte also erst der Anfang gewesen sein.

Kurz nachgefragt ...

Magnus Stedile-Foradori ist Präsident Swiss Pickleball Association und Inhaber Pro Pickleball GmbH.

BärnerBär: Wie sind Sie selbst zum Pickleball gekommen?

Magnus Stedile-Foradori: Freunde meines Vaters haben mich und meine Frau vor ein paar Jahren mal zum Pickleball-Spielen eingeladen. Da wir früher viel Tennis und Tischtennis gespielt haben, fanden wir uns schnell zurecht. Und dann war es ziemlich rasch passiert: Ich habe mich in diesen Sport verliebt.

BärnerBär: Was macht Pickleball so faszinierend?

Stedile-Foradori: Pickleball ist ein Sport für fast alle, auch ohne Vorkenntnisse einer Schlagsportart: Kinder, Eltern, Grosseltern und alle können miteinander spielen. Also von 7 bis 90 Jahren ist man dabei. Man kommt extrem schnell rein, oft ist man nach 15 Minuten schon mitten im Spiel. Die Regeln sind einfach, das Racket ist leicht, der Ball aus Plastik. Es braucht weniger Kraft als bei anderen Racketsportarten, dafür hat man sehr schnell sehr viel Spass.

BärnerBär: Warum wollen Sie Pickleball in der Schweiz populär machen?

Stedile-Foradori: Während eines Sabbaticals las ich einen Artikel, in dem stand, dass Pickleball bald auch die Schweiz erobern werde. Da dachte ich: Dann packe ich das an! 2023 habe ich eine entsprechende Firma gegründet und den Verband mitaufgebaut, von dem ich heute noch Präsident bin. Damals gab es zwei Vereine, heute sind es 16. Besonders freut mich, dass Pickleball auch an Schulen immer beliebter wird.

BärnerBär: Warum heisst Pickleball eigentlich Pickleball?

Stedile-Foradori: Ganz sicher ist das nicht geklärt. Die bekannteste Geschichte besagt, dass der Sport nach dem Familienhund des Erfinders benannt wurde, der Pickles hiess und gerne den Ball klaute. Eine andere Erklärung verweist auf den Begriff «Pickle Boat» aus dem Rudersport: überzählige Ruderer wurden zusammen in ein Boot gesetzt. Das scheint passend, weil Pickleball Elemente aus Tennis, Badminton und Tischtennis enthält.

Magnus Stedile-Foradori
Magnus Stedile-Foradori. - Daniel Zaugg

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