Studie

    Musik hören macht uns glücklich wie Essen oder Sex

    Marie Augustin
    Marie Augustin

    Finnland,

    Forschende haben analysiert, wie sich Musik auf unser Gehirn auswirkt. Zum ersten Mal wurde festgehalten, wie Töne unser Opioidsystem positiv beeinflussen.

    Musik glücklich Gehirn Auswirkung
    Musik gehört einfach dazu – und das sollte sie auch! (Symbolbild) - depositphotos.com

    Das Wichtigste in Kürze

    • Forschende haben untersucht, welche Gehirnareale durch Musik aktiviert werden.
    • Das Opioidsystem wurde besonders angesprochen.
    • Je mehr Opioide freigesetzt wurden, desto mehr Glücksgefühle stellten sich ein.

    Musik kann unsere Stimmung beeinflussen – das weiss wohl jeder, der schon einmal welche gehört hat. Doch nun haben Forschende analysiert, wie sich Lieder genau auf unser Opioidsystem auswirken.

    Das Opioidsystem ist unter anderem für lustvolle Emotionen zuständig, die mit überlebenswichtigen Vorgängen wie Essen und Sex verknüpft sind. Auch das Belohnungszentrum gehört zu diesem System.

    Lieblingssongs beeinflussen Gehirnaktivität

    Wie die «Welt» berichtet, untersuchte das Team um Vesa Putkinen und Lauri Nummenmaa von der Universität Turku Gehirnaktivitäten bei Frauen: Bei 30 Hörerinnen zwischen 19 und 42 Jahren wurde beobachtet, wie Musik die Opioidrezeptoren aktiviert. Mittels Bildgebungsverfahren konnte das Forschungsteam genau darstellen, welche Hirnregionen sich beim Hören der Lieblingsmusik aktivieren.

    Die Frauen erstellten dazu individuelle Playlists ihrer persönlichen Lieblingssongs, wobei insgesamt Lieder aus nahezu jedem Genre vertreten waren. Beim Hören wurden schliesslich Opioide in mehreren Hirnregionen freigesetzt, die an Emotionen und Belohnungsgefühlen beteiligt sind.

    Die Folge: Glücksgefühle und Gänsehautmomente. Je mehr Opioide freigesetzt wurden, desto mehr dieser Momente stellten sich ein.

    Musik: So schön wie Sex

    Obwohl Musik keinen offensichtlichen Überlebensvorteil mit sich bringt, stimuliert sie genau die Regionen, die für einen solchen zuständig sind: Freude wie jener beim Essen oder beim Sex kehrt ein.

    Hörst du regelmässig Musik?

    Eine weitere Auswirkung stellten die Forschenden bei der individuellen Anzahl der Opioidrezeptoren im Gehirn fest: Über je mehr Rezeptoren eine Teilnehmerin verfügte, desto stärker erfreut reagierte ihr Gehirn. Dies wäre eine Erklärung dafür, warum manche Personen Musik mehr geniessen als andere.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #2644 (nicht angemeldet)

    Essen ist besser als Sex.

    User #7441 (nicht angemeldet)

    Es kommt drauf an welche Musik. In der Schweiz sind zudem die meisten Radio-Sender ein Schrott.

    Weiterlesen

    Opernhaus Zürich
    3 Interaktionen
    Zürcher Opernhaus
    Musik
    2 Interaktionen
    Frankfurt
    Rente
    16 Interaktionen
    Vorsorge

    MEHR IN NEWS

    wadephul
    1 Interaktionen
    New York
    lufthansa
    Wegen Kabinen-Geruch
    Liestal

    MEHR STUDIE

    Luchs
    36 Interaktionen
    Studie zeigt
    4 Interaktionen
    Genf
    10 Interaktionen
    Sydney

    MEHR AUS FINNLAND

    Levi Weltcup Schnee Piste
    6 Interaktionen
    Noch zwei Monate
    eis
    3 Interaktionen
    Rovaniemi
    35 Interaktionen
    Rovaniemi
    Petteri Orpo
    16 Interaktionen
    Finnland