«GTA 6» – Bezahlter Bildungsurlaub unter strengen Auflagen
«GTA 6» als Bildungsurlaub: Ein Gaming-Kurs ermöglicht bezahlte Freistellung. Doch statt nur zu zocken, müssen Teilnehmer strenge Lernaufgaben erfüllen.

Am 19. November 2026 erscheint «GTA 6» und sorgt bereits vor dem Verkaufsstart für ungewöhnliche Angebote. Ein dreitägiger Weiterbildungskurs ermöglicht Beschäftigten, rund um den Release bezahlten Bildungsurlaub zu nehmen.
Voraussetzung ist allerdings die aktive Teilnahme am Unterricht. Wie die «Bild» berichtet, heisst das Seminar «Open World Games – Lektionen aus einer digitalen Welt».
Es findet vom 18. bis 20. November 2026 statt und wird vom Anbieter «Dein Bildungsurlaub» organisiert. Im Mittelpunkt stehen virtuelle Spielwelten und deren Bedeutung für gesellschaftliche und berufliche Entwicklungen.
Open-World-Games: Lernen statt nur Zocken
Das Angebot richtet sich nicht ausschliesslich an Fans der «Grand Theft Auto»-Reihe. Vielmehr untersucht der Kurs, wie sogenannte Open-World-Spiele funktionieren und welche Erkenntnisse sich daraus gewinnen lassen.
Dabei geht es um Medienkompetenz, Kreativität, digitale Kommunikation und Zusammenarbeit. Einfach drei Tage vor der Konsole zu verbringen, ist ausdrücklich nicht das Konzept der Weiterbildung.

Die Teilnehmer erhalten Forschungsaufträge und müssen ihre Beobachtungen anschliessend dokumentieren und auswerten. Laut der «Chip» gehören Workshops, Gruppenarbeiten und Analysen von Spielmechaniken zum Programm.
Beruflicher Nutzen statt reines Gaming: Diese Spiele sind erlaubt
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auf berufliche Fragestellungen übertragen werden. Besonders angesprochen werden Beschäftigte aus Marketing, Social Media, Personalentwicklung und Projektmanagement.
Wer lediglich spielt und die Lernaufgaben vernachlässigt, riskiert sogar den Verlust seiner Teilnahmebestätigung. Gaming ist damit zwar Bestandteil des Seminars, ersetzt aber nicht die eigentliche Weiterbildung.
«GTA 6» ist für die Teilnahme nicht zwingend erforderlich. Der «Bild» zufolge kommen auch «GTA 5», «Cyberpunk 2077» und «The Legend of Zelda: Breath of the Wild» infrage.
Keine Gaming-Vorkenntnisse nötig
Die «PC-Welt» nennt darüber hinaus «The Witcher 3: Wild Hunt» und «The Blood of Dawnwalker» als mögliche Alternativen. Gaming-Vorkenntnisse sind laut der Kursbeschreibung nicht notwendig.
Die Teilnehmer müssen einen geeigneten Computer oder eine Konsole selbst mitbringen. Auch eine gültige Spiellizenz müssen sie eigenständig besitzen.
Bei den Kurskosten unterscheiden sich die Medienangaben. Die «Bild» nennt eine Teilnahmegebühr von 119 Euro (etwa 110 Franken).
Kurskosten und Anerkennung: In zwölf Bundesländern möglich
Die «Chip» berichtet dagegen von 199 Euro (etwa 183 Franken). Die Kosten für das jeweilige Spiel kommen gegebenenfalls zusätzlich hinzu.
Der Kurs ist in zwölf deutschen Bundesländern als Bildungsurlaub anerkannt. Dazu zählen Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen und Niedersachsen.
Ebenfalls aufgeführt werden Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Bildungsurlaub ermöglicht Beschäftigten, sich für anerkannte Weiterbildungen von der Arbeit freistellen zu lassen.
Kurs ausgebucht: Antragsfristen erschweren kurzfristige Teilnahme
Dabei wird das reguläre Gehalt grundsätzlich weitergezahlt, während die Beschäftigten die Kurskosten selbst tragen. Wie viele Tage beansprucht werden können, hängt vom jeweiligen Bundesland ab.
Wer kurzfristig teilnehmen möchte, kommt allerdings zu spät. Wie die «Bild» berichtet, sind sämtliche verfügbaren Plätze bereits vergeben.

Die «Chip» nennt zwei geplante Kursgruppen mit jeweils 20 Teilnehmern und berichtet von Überlegungen zu einem zusätzlichen Durchgang. Auch die Antragsfristen erschweren eine kurzfristige Teilnahme.
















