Bei G2 Esports wechselt die Führung: Carlos «ocelote» Rodriguez gibt seinen Posten als CEO nach einigen umstrittenen Tweets ab.
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Ex-CEO von G2 Esports Carlos «ocelote» Rodriguez bei einem Interview an den League of Legends Worlds 2019. - Riot Games
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Das Wichtigste in Kürze

  • Carlos «ocelote» Rodriguez tritt als CEO von G2 Esports zurück.
  • Zuvor sorgte er mit seinen Tweets für einen Aufruhr.

Carlos «ocelote» Rodriguez hat bekannt gegeben, dass er als CEO von «G2 Esports» zurücktritt. Hinter ihm liegt eine achtjährige Karriere als Chef der Organisation – und nun auch ein tagelanger Shitstorm.

2014 gründete Rodriguez «Gamers2» – ein Jahr später geschah die Umbenennung auf G2 Esports. Sie feierten grosse Erfolge in League of Legends, Counter Strike: Global Offensive und Rainbow Six Siege. Inzwischen wurde laut «Forbes» daraus eine der weltgrössten eSport-Organisationen mit einem Wert von rund 340 Millionen Dollar (336 Millionen Franken).

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G2 eSports spielte 2019 im Finale der Worlds in League of Legends. - Keystone

Grund für den Ausstieg bei G2 Esports

Letzte Woche dann zeigte sich Rodriguez auf Twitter, wie er zusammen mit Ex-Kickboxer Andrew Tate eine Party feiert. Tate wurde im Internet durch seine extrem frauenfeindliche Haltung bekannt und sorgt mit Hasspredigten auf Tiktok für Milliarden von Klicks. Mehrere Organisationen wollen seiner Karriere bereits ein Ende setzen.

An sich wäre eine Party mit Tate noch kein Grund für einen Rücktritt. Doch der Ex-G2-CEO Rodriguez reagierte auf sämtliche Kritik mit harschen Worten. «Ich feiere, mit wem ich will, verdammt noch mal», schrieb er unter anderem auf Twitter.

Es folgte eine Entschuldigung der Organisation für das Verhalten ihres CEOs. Einige Tage später dann meldete Rodriguez sich selbst auf Twitter. In einem dreiminütigen Video gibt er seinen Rücktritt bekannt.

«Ich übernehme volle Verantwortung über alles, was in den letzten Tagen gelaufen ist», sagt der gebürtige Spanier. «Ich hoffe ihr erinnert euch an mich wegen der guten Dinge. Ich hoffe, die guten Dinge sind mein Vermächtnis.»

Wer seine Position übernimmt, ist derzeit noch nicht bekannt. Auch weiss man noch nicht, was Carlos «ocelote» Rodriguez als Nächstes vorhat.

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