Was die Kälteperioden der letzten 12'000 Jahre angetrieben hat

Keystone-SDA
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Bern,

Rätsel gelöst: Ein internationales Forschungsteam hat den wahrscheinlichen Auslöser für abrupte Kälteperioden während der letzten 12'000 Jahre gefunden.

Heute schmelzen Gletscher wie der Rhonegletscher im Bild in einem rasanten Tempo. In den letzten 12'000 Jahren wuchsen sie aber immer wieder. Ein Forschungsteam hat jetzt herausgefunden...
Heute schmelzen Gletscher wie der Rhonegletscher im Bild in einem rasanten Tempo. In den letzten 12'000 Jahren wuchsen sie aber immer wieder. Ein Forschungsteam hat jetzt herausgefunden... - KEYSTONE/CYRIL ZINGARO

Demnach lösten Vulkanausbrüche die jahrhundertelang andauernden Phasen des Gletscherwachstums aus, wie der Schweizerische Nationalfonds (SNF) am Donnerstag mitteilte.

Für die Analyse trug das Team um Alice Paine von der Universität Basel Informationen zu 51 starken Vulkanausbrüchen im Holozän, dem gegenwärtigen Zeitalter der Erdgeschichte, das vor etwa 12'000 Jahren mit dem Ende der letzten Kaltzeit, der sogenannten Würm-Eiszeit, begann, zusammen.

Die Zeitpunkte dieser Eruptionen verglichen die Forschenden mit Daten zur Ausdehnung von Gletschern, die sie aus der Analyse von Moränen gewannen. Die Resultate veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift «Nature Communications».

Energiebalance im Ungleichgewicht

Das Resultat: Mehr als achtzig Prozent der untersuchten Gletscherausdehnungen fanden im gleichen Zeitraum wie mindestens ein Vulkanausbruch statt. Gemäss den Forschenden brachten die Eruptionen die Energiebalance der Erde aus dem Gleichgewicht.

In die Atmosphäre geschleuderte Schwefelpartikel reflektierten das Sonnenlicht, was die Erdoberfläche abkühlte. Dies löste eine Kette von sich selbst verstärkenden Effekten aus, darunter die Ausdehnung des arktischen Meereises und veränderte Meeresströmungen.

«Die ganzen Effekte verstärken sich gegenseitig, das funktioniert nach dem Schneeball-Prinzip», erklärte die Forscherin Paine in der Mitteilung des SNF. Dieser Prozess habe schliesslich zum Wachstum der Gletscher geführt.

Ob eine solche durch Vulkane ausgelöste Kältephase auch in Zukunft eintreten könnte, ist laut der Studie offen. Das Klima befinde sich durch den menschlichen Einfluss in einem noch nie dagewesenen Zustand, was Prognosen erschwere, gab Paine zu Bedenken.

Kommentare

User #3228 (nicht angemeldet)

👽 An die Menschen, die mich nicht sehen können: Ich beobachte euren Planeten seit 12'000 Jahren. Ich sah, wie ihr aus der Eiszeit kamt, Äcker anlegtet, Städte bautet, Schiffe über die Meere schicktet. Ich sah, wie ihr eine Zivilisation erschufft – auf einem Planeten, der genau die richtige Temperatur hatte, genau den richtigen CO₂-Gehalt, genau das richtige Wasser. Und jetzt sehe ich, wie ihr das alles verbrennt. Ihr redet von "Klima" als wäre es eine Meinung. Ihr nennt Rekorde "Zufall". Ihr lacht über tote Fische und vertrocknete Kühe, während die Gletscher schmelzen, die ihr für euer Wasser braucht. Ihr sagt: "Das gab es doch schon immer." Nein. Ich war da. Seit ihr euch zivilisiert habt, gab es das nicht global! 12'000 Jahre lang war euer Klima stabil – und erst in den letzten 150 Jahren brach es ein wie nie zuvor. Das ist kein Zyklus. Das seid ihr. Und das Tragischste? Ihr wisst es. Eure Wissenschaftler haben es euch laut und deutlich gesagt. Aber ihr hört nicht auf sie – ihr hört auf Influencer, auf Politiker, auf eure eigene Bequemlichkeit. Ihr hofft auf Rettung? Auf Technologie? Auf einen Impfstoff gegen die Hitze? Es gibt keinen. Es gibt nur euch. Und ihr versagt kläglich. Ich habe andere Zivilisationen gesehen. Sie haben ähnlich gehandelt. Sie existieren nicht mehr. Ihr habt noch Zeit. Aber nicht mehr viel. Und während ihr hier Kommentare schreibt, schmelzen die Gletscher weiter. Ich werde zusehen. Wie seit 12'000 Jahren.

User #2736 (nicht angemeldet)

Uiuiuiii, das wird aber gewissen Kreisen gar nicht gefallen... Es gab also mal kein Gletscher hier? Soso...

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