Unter Long-Covid-Symptomen leiden gemäss einer Schweizer Studie vor allem Menschen, die lange hospitalisiert sind und schwere Verläufe aufweisen.
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Von Long Covid betroffene Menschen spüren die Folgen des Coronavirus noch Monate später. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 70 Prozent der hospitalisierten Corona-Fälle leiden laut einer Studie an Long Covid.
  • Dazu gehören Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Kurzatmigkeit.
  • Fast 40 Prozent der untersuchten Menschen gaben an, stark unter den Symptomen zu leiden.

Heimtückische Krankheit: Das Bild von Long Covid schärft sich immer mehr. Hinzu kommt nun eine Studie des Kantonsspital Aarau (KSA) und des Universitätsspitals Basel. Nach dieser weisen 70 Prozent der in die Untersuchung eingeschlossenen hospitalisierten Corona-Patienten noch ein Jahr später Folgesymptome der Krankheit aufwiesen.

Zu den am häufigsten auftretenden Symptomen gehörten Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Kurzatmigkeit und Unwohlsein nach Anstrengung.

Patienten leiden noch lange an Symptomen

38 Prozent der Patienten gaben zudem an, dass die verspürten Symptome ihre Lebensqualität einschränken würden. So berichtet es das Forschungsteam im Fachmagazin «Swiss Medical Weekly».

Rund jeder fünfte Patient gab ausserdem an, unter Angstsymptomen oder Depressionen zu leiden. Die Studie basierte auf Interviews mit insgesamt 90 hospitalisierten Covid-10-Patientinnen und -Patienten.

Den Autoren zufolge wiesen diejenigen Personen ein erhöhtes Risiko für Long Covid auf, die lange im Spital lagen. Zudem wiesen sie eine schwere Erkrankung auf. Der Gesundheitszustand solcher Patienten sei generell schlechter.

Um die potentiellen Spätfolgen einer Coronavirus-Infektion zu vermeiden, seien präventive Massnahmen wie die Impfung «dringend empfohlen». So liess sich Philipp Schütz, Chefarzt Allgemeine Innere und Notfallmedizin am KSA, in einer Mitteilung des Spitals vom Montag zitieren.

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