Russland will bei US-Mondprogramm «Lunar Gateway» nicht mitmachen

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    Der Chef der russischen Weltraumbehörde Roskosmos hält eine Beteiligung an der von den USA geplanten Station in der Mond-Umlaufbahn für unwahrscheinlich.

    Die USA wollen 2024 wieder Astronauten zum Mond schicken
    Die USA wollen 2024 wieder Astronauten zum Mond schicken - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Laut Roskosmos-Chef kommt es wahrscheinlich zu keiner Kooperation bei «Lunar Gateway».
    • Das Projekt sei in seiner derzeitigen Form zu sehr auf die USA «konzentriert».
    • Dass russische Raumschiffe eines Tages an der US-Station andocken könnten, bleibt möglich.

    Russland will beim US-Mondprogramm nicht mitmachen. Der Chef der russischen Weltraumbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, hielt eine Beteiligung an der «Lunar Gateway», am Montag für unwahrscheinlich. Geplant wird die Station in der Mond-Umlaufbahn von den USA.

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    Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos will in zwei Stunden zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. - Pixabay

    Das Projekt sei in seiner derzeitigen Form zu sehr auf die USA «konzentriert». Das sagte Rogosin auf dem virtuellen Internationalen Raumfahrt-Kongress IAC. Deshalb sei es «wahrscheinlich», dass sich Russland nicht «in grossem Massstab» daran beteiligen werde, sagte der Roskosmos-Chef weiter. Im Gegensatz zu «Lunar Gateway» sei die derzeitige Internationale Raumstation ISS ein «wirkliches internationales Projekt», fügte er hinzu.

    Kooperation auf Roskosmos läuft weiterhin gut

    Die Kooperation zwischen Roskosmos und der Nasa auf der ISS läuft gut. Dies, trotz der Verschlechterung der politischen Beziehungen zwischen Moskau und Washington. Beide Länder betreiben die Raumstation seit dem Jahr 2000 gemeinsam, seit 2011 nutzen US-Astronauten russischen Trägerraketen für den Transport. An der ISS sind zudem Europa, Kanada und Japan beteiligt, doch endet ihr Betrieb voraussichtlich im Jahr 2030.

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    Zwei Astronauten der Nasa nehmen an der Internationalen Raumstation ISS Wartungsarbeiten vor. - Nasa

    «Lunar Gateway» ist Teil der unter Donald Trump verkündeten Pläne für eine Rückkehr der bemannten US-Mondmissionen ab dem Jahr 2024. Derzeit wirbt die Nasa um internationale Kooperation; Kanada, Japan sowie Italien haben bereits entsprechende Vereinbarungen unterzeichnet.

    Roskosmos-Chef Rogosin schloss allerdings nicht aus, dass russische Raumschiffe eines Tages an der US-Station andocken könnten. Wie bei der ISS sollten die Andocksysteme von «Lunar Gateway» standardisiert werden. Dies, damit auch russische Raumfrachter die Station ansteuern könnten, sagte er. «Ein Flug zum Mond ist mit einem hohen Risiko verbunden, deshalb sollten wir mindestens zwei Transportsysteme haben».

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