Perimenopause: Hormonelle Schwankungen fördern depressive Symptome

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Schwankungen des Hormons Estradiol während der Periomenopause führen zu einem erhöhten Risiko für Depressionen. Dies zeigt eine Studie der Universität Zürich.

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    Frauen haben in der Perimenopause ein erhöhtes Risiko für Depressionen. - Pexels

    Das Wichtigste in Kürze

    • Forscherinnen der Universität Zürich haben eine Studie zu Sexualhormonen durchgeführt.
    • Diese schwanken während der Periomenopause.
    • Der Estradiol-Spiegel beeinflusst das Risiko für Depressionen.

    Während den Wechseljahren gerät der Hormonhaushalt durcheinander. Ein Auf und Ab des Sexualhormons Estradiol während der Periomenopause fördert gemäss einer Studie von Forscherinnen der Universität Zürich depressive Symptome.

    Erhöhtes Risiko für Depressionen

    Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt die Perimenopause als diejenige Phase von zwei bis acht Jahren vor der Menopause bis ein Jahr nach der letzten Menstruation. Diese Zeit ist geprägt von hormonellen Schwankungen und geht mit einem erhöhten Risiko für Depressionen einher, wie die Zürcher Forscherinnen um die Psychologieprofessorin Ulrike Ehlert im Fachmagazin «Menopause» schreiben.

    Depression Frau
    Rückenansicht einer Frau, die ihren Kopf und ihre Schultern hängen lässt. - Pixabay

    Für ihre Studie untersuchte das Team in Speichelproben den Hormonspiegel von 114 Frauen über vier Wochen, die in der perimenopausalen Phase waren. Dabei fokussierten sich die Forscherinnen auf die Sexualhormone Estradiol und Progesteron, denen eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Depressionen zugesagt wird. Ebenfalls befragten sie die Studienteilnehmerinnen nach ihrer Krankheitsgeschichte sowie deren aktuellem psychischen Befinden.

    Schwaches Selbstwertgefühl als Risikofaktor

    Demnach zeigte sich, dass ein stark schwankender Estradiol-Spiegel mit einem höheren Risiko für depressive Symptome einherging. Diejenigen Studienteilnehmerinnen, deren Sexualhormonspiegel weniger akzentuiert abfielen, waren psychisch ausgeglichener.

    Die Daten wiesen ebenfalls darauf hin, dass das Risiko für Depressionen höher war, wenn die Frauen bereits früher an der Krankheit gelitten hatten. Auch förderten chronischer Stress, ein tiefes Selbstwertgefühl, ein negatives Körperbild sowie Gewichtssorgen depressive Symptome.

    Gezielte hormonelle Behandlung als Therapie

    Die Forscherinnen schreiben in ihrer Studie, dass Ärztinnen und Ärzte die identifizierten Faktoren berücksichtigen sollten, um betroffenen Frauen personalisierte Therapien anzubieten. Dazu würden etwa eine gezielte hormonelle Behandlung gehören sowie Psychotherapien bei länger anhaltenden Verstimmungen oder schwerwiegenden psychosozialen Problemen.

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