Das Forschungszentrum «The LOOP Zurich» will das grundlegende Verständnis von Krankheiten verbessern, um individuelle Therapien zu entwickeln.
Eidgenössische Technische Hochschule Zürich
Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • «The LOOP Zurich» intensiviert die translationale Forschung und Präzisionsmedizin.
  • Zwei klinische Studien werden mit fünf Millionen Franken gefördert.

Das Forschungszentrum «The LOOP Zurich» will das grundlegende Verständnis von Krankheiten verbessern, um individuelle Therapien zu entwickeln. Dafür bündeln Wissenschaftler aus der Biomedizin, der Bioinformatik und der klinischen Forschung ihre Kräfte.

Nicht jeder Patient spricht auf Arzneimittel gleichermassen an, denn jeder Mensch ist einzigartig aufgrund seiner Gene, seiner Umwelt, seines Lebensstils und seiner Krankheitsgeschichte. Die Präzisionsmedizin folgt diesem Gedanken.

Auch «The LOOP Zurich» hat sich diesem Ansatz verschrieben. Um für Patientinnen und Patienten personalisierte Therapien entwickeln zu können, will das translationale Forschungszentrum mithilfe von verbesserten Datenanalysen und -modellierungen neue Erkenntnisse für die Diagnostik, Therapie und Prävention gewinnen. Das teilte die Uni Zürich am Mittwoch mit.

Zwei klinische Studien in Planung

Ziel des Forschungszentrums ist, Erkenntnisse aus der Laborforschung in die Behandlung von Patienten einfliessen zu lassen. Eine neue Biomedizininformatik-Plattform soll demnach bisher ungenutzte Daten erschliessen, die in klinische Entscheidungsunterstützungssysteme integriert werden können.

Vor kurzem wurden die ersten zwei Anträge von Forschungskonsortien positiv evaluiert: Unter der Leitung von Andreas Luft von der Uni Zürich und Roger Gassert von der ETH Zürichh untersucht «StimuLOOP» die Gangstörungen von Schlaganfall- sowie Parkinsonpatienten und -patienten. Geplant seien zwei klinische Studien mit jeweils rund 50 Patienten, hiess es in der Mitteilung.

Fünf Millionen Franken als Unterstützung

Im Forschungsprojekt «INTeRCePT», geleitet vom Hämatologen Thorsten Zenz von der Uni Zürich, arbeiten die Wissenschaftler an einer zielgerichteten Behandlung für Blutkrebspatienten. Denn noch wisse man nicht genau, welches Medikament für welchen Patienten das richtige sei. In einem ersten Schritt starten die Forschenden eine dreijährige Beobachtungsstudie mit rund 50 Patienten.

Die beiden Forschungsvorhaben werden mit jeweils bis zu fünf Millionen Franken für die nächsten fünf Jahr gefördert.

Die Gründungsinstitutionen von «The LOOP Zurich» sind die Universität Zürichch, die ETH Zürichh, das Universitätsspital Zürich, das Universitäts-Kinderspital Zürich, die Universitätsklinik Balgrist und die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK).

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