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    HIV-Impfung: Neuer Wirkstoff schützt effektiv vor Infektion

    Samantha Reimer
    Samantha Reimer

    USA,

    Lenacapavir bietet als halbjährliche Depotspritze einen wirksamen Schutz vor HIV. Die Studie «Purpose 2» bestätigt die Effektivität des Medikaments.

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    HIV-1 (Retroviren) in einer kolorierten Ultradünnschnitt-Aufnahme eines Transmissions-Elektronenmikroskops. - dpa

    Der Wirkstoff Lenacapavir könnte laut «Kurier» einen Durchbruch in der HIV-Prävention darstellen. Eine halbjährliche Impfung mit diesem Medikament schützt laut einer aktuellen Studie effektiv vor einer HIV-Infektion.

    Die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-3-Studie «Purpose 2» wurden kürzlich im renommierten «New England Journal of Medicine» veröffentlicht.

    HIV-Impfung gibt Schutz für sechs Monate

    Astrid Berner-Rodoreda vom Universitätsklinikum Heidelberg bezeichnet Lenacapavir als «riessen Erleichterung». Die Depotspritze bietet laut «Netdoktor» einen anhaltenden Schutz vor HIV-Infektionen und muss nur alle sechs Monate verabreicht werden.

    Würdest du dich gegen HI impfen lassen?

    Im Vergleich zu bisherigen Präventionsmethoden wie der täglichen Einnahme von Tabletten stellt dies eine erhebliche Verbesserung dar. «Sich zweimal jährlich impfen zu lassen, sei wesentlich komfortabler (...)», erklärt Berner-Rodoreda.

    Vorteile gegenüber täglicher Tabletteneinnahme

    Die halbjährliche Impfung bietet nicht nur einen Komfortvorteil, sondern auch einen sozialen Nutzen. In Ländern mit hoher HIV-Prävalenz kann die tägliche Tabletteneinnahme zu Stigmatisierung führen.

    Eine HIV-Impfung, die nur zweimal im Jahr verabreicht wird, lässt sich leichter geheim halten. Der Hersteller Gilead plant zudem, die Zulassung von Lenacapavir als vorsorglichen Schutz in zahlreichen Ländern zu beantragen.

    hiv impfung
    HIV-Schnelltests zeigen an, ob jemand das Virus in sich trägt. (Archivbild) - Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

    Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Versorgung ärmerer Länder, so berichtet es «Netdoktor».

    Wo das Medikament angewendet wird

    Max von Kleist von der Freien Universität Berlin vergleicht die Effizienz von Lenacapavir mit dem bereits etablierten Medikament Truvada. Beide Mittel bieten laut dem Experten einen hervorragenden Schutz gewährleisten.

    Lenacapavir soll zudem als Prophylaxe für Menschen mit hohem HIV-Infektionsrisiko eingesetzt werden. Es hemmt den Lebenszyklus des Virus in mehreren Stadien der Infektion.

    HIV
    HIV unter einem Elektronenmikroskop. (Archivbild) - dpa

    Die Studie «Purpose 2» umfasste knapp 3300 HIV-negative Probanden. In der Lenacapavir-Gruppe infizierten sich nur zwei Personen, während es in der Vergleichsgruppe neun waren.

    Herausforderungen und Bedenken der HIV-Impfung

    Trotz der vielversprechenden Ergebnisse gibt es aber auch Herausforderungen. Ein grosses Hindernis stellen etwa die hohen Kosten dar.

    In den USA bezahlt man für die Behandlung mit Lenacapavir laut «Kurier» bei bestehender HIV-Infektion rund 42'000 Dollar pro Jahr.

    Berner-Rodoreda betont zudem die Wichtigkeit, den Zugang zu dem Medikament für ärmere Länder zu ermöglichen. Besonders Frauen in Afrika südlich der Sahara könnten von Lenacapavir profitieren.

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    Kommentare

    User #2806 (nicht angemeldet)

    Also knapp 80'000 dafür. Die Herstellungskosten sind fr. 1.50. Da kann man wieder jemand den Rachen nicht genug voll bekommen. Dagegen gibts keine Gesetze, unsere National/Ständeräte hocken dort im Verwaltungsrat und verhinern die Preisseunken - der eigene Geldbeutel ist halt wichtiger.

    Hudi Pfupf

    Ja klar, der Schnelltest ist bestimmt der übliche PCR Test, der sogar Motorenöl positiv anzeigt. Die Impfung ist bestimmt so wirksam und harmlos wie die Corona “Impfung”. Immer rein damit! Lasst euch nur weiter verarschen, krank machen und ausnehmen

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