Studie

    Grosse Bäume reagieren besonders empfindlich auf schwere Dürren

    Keystone-SDA
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    Schlieren,

    Forschende haben untersucht, wie verschiedene Bäume auf Trockenheit reagieren. Besonders grosse Bäume haben Mühe mit Wasserknappheit.

    Wald
    Ein gemischter Weisstannen- und Fichtenbergwald: Die Weisstannen kommen besseren mit Dürren zurecht als Fichten, wie eine Langzeitstudie gezeigt hat. - sda - Alessandra Bottero/WSL

    Das Wichtigste in Kürze

    • Je höher und grösser ein Baum ist, desto empfindlicher reagiert er auf Wasserknappheit.
    • Zu dieser Erkenntnis ist ein internationales Forschungsteam gekommen.

    Die Weisstanne kommt besser mit Dürren zurecht als die Fichte, wie ein internationales Team unter Leitung der Forschungsanstalt WSL im Fachmagazin «Global Change Biology» berichtet. Zudem würden hohe und grosse Bäume empfindlicher auf Wasserknappheit reagieren. Der Klimawandel und die damit einhergehenden prognostizierten häufiger werdenden Trockenzeiten setzen Wälder unter Druck.

    Das Forschungsteam um Alessandra Bottero von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) untersuchte nun mithilfe eines Langzeitexperiments der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in Südwestdeutschland, wie anfällig Fichten- und Tannenwirtschaftswälder auf Dürre sind, wie die WSL am Dienstag mitteilte. Die Bäume auf den Versuchsflächen werden seit den 1970-er Jahren minutiös vermessen.

    Weisstannen sind Dürre-resistenter

    Demnach leiden die Fichten schon bei leichter Trockenheit, während Weisstannen gut gegen milde Dürren gewappnet sind und sogar von höheren Temperaturen profitieren. Auch bei schweren Dürren - beispielsweise in den Jahren 2003 und 2011 - zeigen sich die Tannen widerstandsfähiger, obwohl die extreme Trockenheit auch ihnen zusetzt.

    Zudem zeigte sich, dass grössere Bäume mit leichten Dürren gut zurecht kommen, aber sehr anfällig gegenüber schweren Dürreperioden sind. «Grosse und hohe Bäume sind empfindlicher für Wasserknappheit, da sie das Wasser bis in die Krone hochsaugen müssen», liess sich Bottero in der Mitteilung zitieren. Auch spielt es eine Rolle, wie nahe beieinander die Bäume standen.

    Trockentolerante Laubhölzer fördern

    Die Ergebnisse der vorliegenden Studie stimmen gemäss der WSL mit Untersuchungen auf anderen Testflächen überein, die das Forschungsinstitut seit über hundert Jahre beobachtet.

    So gebe es mehrere Rezepte für Forstleute, um den Trockenstress für Wirtschaftswälder zu verringern: Den Baumbestand ausdünnen, an trockenen und warmen Standorten die Weisstanne und trockentolerante Laubhölzer fördern sowie die Bäume nicht zu gross werden lassen.

    Die jeweiligen Eingriffe würden nicht nur davon abhängen, aus welchen Baumarten der Wald bestehe, sondern auch vom Standort, der Entwicklungsphase und ob der Wald beispielsweise Holz liefern oder vor Naturgefahren schützen solle.

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