Forscher setzen Nanoroboter aus wiederverwendbaren Teilen zusammen
Forschende aus Basel haben einen Nanoroboter entwickelt. Ihnen zufolge soll das System, das sich aus DNA-Strängen zusammensetzt, in der Medizin oder Industrie zum Einsatz kommen.

Die Nanoroboter dockt an Krebszellen an, wo Enzyme zur Produktion eines Krebs-Wirkstoffs abgibt. Wie die Universität Basel am Mittwoch mitteilte, konnte die Lebensfähigkeit der Krebszellen so innerhalb von 72 Stunden auf 16 Prozent reduziert werden. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachjournal «Advanced Functional Materials» veröffentlicht.
An den Krebszellen könne das Produkt der Enzymreaktion lokal konzentriert wirken, erklärte die Erstautorin der Studie, Voichita Mihali. Die Enzyme oder Wirkstoffe werden in Nanocontainer eingeschlossen, die sich in der Nutzlastkapsel befinden.
Eine zentrale Eigenschaft des Systems liege in der Wiederverwendbarkeit. Der Mini-Roboter setzt sich aus zwei wiederverwendbaren Modulen – einem Antrieb- und einem Nutzlastenmodul – zusammen.
Diese können getrennt, neu befüllt und wieder zusammensetzt werden, teilte die Uni Basel mit. Dank des magnetischen Antriebs liessen sich die Nanoroboter nach ihrem Einsatz wieder einsammeln. Die beiden Teile verbinden sich durch zueinander passende DNA-Stränge, die als eine Art molekularer Klettverschluss dienen.
Das System liesse sich damit für verschiedene Einsätze in Medizin und Industrie kombinieren.






