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    Fettreiche Ernährung macht laut Studie anfälliger für Krankheit

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Eine Studie aus Deutschland findet heraus: Eine fettreiche und ballaststoffarme Diät wirkt sich schnell auf das Immunsystem aus.

    fettiges Essen ernährung fettleber
    Nach fettigem Essen bleibt oft ein unangenehmes Völlegefühl zurück. - Unsplash

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine fettreiche, ballaststoffarme Ernährung beeinträchtigt kurzfristig das Immunsystem.
    • Das fand eine Studie aus Deutschland heraus.
    • Bei ausgewogener Ernährung kehren die Immunabwehrzellen aber zur Normalität zurück.

    Eine sehr fettreiche und balaststoffarme Ernährung kann bereits in relativ kurzer Zeit vorübergehend anfälliger für Krankheiten machen. Das zeigte eine Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Wie das UKE am Dienstag berichtete, nahm bei den Teilnehmenden nach einer fünftägigen Ernährungsumstellung die Funktion eines wichtigen Zelltyps des sogenannten adaptiven Immunsystems ab. Die Studie wurde im Fachblatt «Nature Immunology» veröffentlicht.

    Der Studienerstautor Francesco Siracusa erklärte: «Unsere Daten machen deutlich, wie schnell und tiefgreifend sich unsere täglichen Essensentscheidungen auf unsere Gesundheit auswirken können.» Der ebenfalls am UKE beschäftigte Forschungsgruppenleiter Nicola Gagliani fügte an: «In unserer Studie konnten wir zeigen, wie synchronisiert unser Ernährungsverhalten und unsere Immunreaktionen sind und wie selbst eine kurzfristige Umstellung auf Schlemmereien zu einer raschen Beeinträchtigung des Immunsystems führt.»

    Funktion von Immunabwehrzellen gedrosselt

    Für die Studie erhielten Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Angaben der Klinik zunächst für fünf Tage eine ballaststoffreiche Diät. Danach ernährten sie sich für weitere fünf Tage bewusst fettreich sowie ballaststoffarm. In der Folge eines Ballaststoffmangels bei gleichzeitiger sehr energiereicher Kost sank das Vorkommen bestimmter kurzkettiger Fettsäuren im Körper, die als mikrobielle Stoffwechselprodukte entstehen. Dadurch wird dann die Funktion von CD4+T-Immunabwehrzellen gedrosselt, was anfälliger für Infektionen macht.

    Gemüse
    Gemüse enthält viele Ballaststoffe. - Pexels

    Die Rückkehr zu einer ausgewogenen Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen glich den negativen Effekt nach Angaben der Forscherinnen und Forscher jedoch wieder aus, die Schwächung des Immunsystems war also nur vorübergehend für die Dauer der ungesunden Ernährungsweise. «Das Fenster der Immunschwäche öffnet sich für einen bestimmten Zeitraum», erklärte UKE-Experte Gagliani.

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