Erfolgreicher Asteroidenbesuch überrascht Weltraumforscher

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Die Sonde «Mascot» landete auf dem Asteroiden Ryugu. Ein voller Erfolg für deutsche Weltraumforscher.

    Asteroid Ryugu Mascot
    Diese Computergrafik zeigt das deutsch-französische Messgerät «Mascot» auf dem Asteroiden Ryugu. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Weltraum-Mission «Mascot» der Deutschen sei ein voller Erfolg gewesen.
    • Das Modul landete auf dem 300 Millionen Kilometer entfernten Asteroiden Ryugu.

    Neun Tage nach der Landung des deutsch-französischen Weltraummoduls «Mascot» auf dem 300 Millionen Kilometer entfernten Asteroiden Ryugu wertet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Mission als Erfolg.

    «Mascot» habe «alle Erwartungen übertroffen», sagte die DLR-Vorstandsvorsitzende Pascale Ehrenfreund heute Freitag in Berlin. Die Messdaten überraschten die Wissenschaftler: Der Asteroid besteht aus deutlich härterem und gröberem Material als erwartet.

    «Dieses Material gibt uns einiges an Rätseln auf», sagte DLR-Planetenforscher Ralf Jaumann. Die Konsistenz des schwarzen Gesteins, das aus den den ersten hundert Millionen Jahren unseres Sonnensystems stammt, ist ersten Datenauswertungen zufolge mit Braunkohle zu vergleichen. Erwartet worden war der Härtegrad von Zigarettenasche.

    Auch Japan ist zum Ryugu unterwegs 

    Die japanische Sonde «Hayabusa 2», die «Mascot» über Ryugu abgeworfen hatte, soll selbst auf dem Asteroiden landen und im Jahr 2020 Proben zurück zur Erde bringen. Die von «Mascot» gewonnenen Daten machen die geplante Landung nicht einfacher. «Das wird unseren japanischen Kollegen viel zum Nachdenken geben», sagte Jaumann.

    Der nur 30 mal 30 mal 20 Zentimeter grosse «Mascot»-Lander war am 3. Oktober aus 51 Metern Höhe über dem 900 Meter grossen Asteroiden abgeworfen worden. Mit Hilfe eines neuartigen Schwungarms konnte sich das Modul auf dem Asteroiden hüpfend fortbewegen. Die Messdaten zeigen bis zu einem Meter hohe Sprünge.

    Die Wissenschaftler erhoffen sich von der deutsch-französisch-japanischen Mission neue Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystemes sowie über die Möglichkeit, einen Asteroiden abzuwehren, sollte eine Kollision mit der Erde drohen.

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