Erde

    Erde verlor Billionen Tonnen Eis

    Keystone-SDA
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    Frankreich,

    Gemäss Forschern habe die Erde zwischen 1994 und 2017 «erschütternde» 28 Billionen Tonnen Eis verloren.

    Die Erde hat einer neuen Studie zufolge in den vergangenen Jahren Billionen Tonnen an Eis verloren. Die Eisverluste nehmen besonders in der Antarktis und in Grönland mit hoher Geschwindigkeit zu. Im Bild: Eine Gletscherzunge in Südostgrönland. (Archivbild)
    Die Erde hat einer neuen Studie zufolge in den vergangenen Jahren Billionen Tonnen an Eis verloren. Die Eisverluste nehmen besonders in der Antarktis und in Grönland mit hoher Geschwindigkeit zu. Im Bild: Eine Gletscherzunge in Südostgrönland. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/DAVID GOLDMAN

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wissenschaftler haben untersucht, wie viel Eis die Erde in den vergangen Jahren verlor.
    • Die Geschwindigkeit des Eisverlustes ist seit den 1990er Jahren um 57 Prozent gestiegen.

    Die Erde hat in den vergangenen Jahren Billionen Tonnen an Eis verloren. Die Geschwindigkeit, mit der das Eis verschwinde, habe dabei deutlich zugenommen, berichtet ein Team unter Leitung der Universität Leeds im Fachmagazin «The Cryosphere». Mit Verweis auf Satellitenbeobachtungen und auf mathematische Modelle schreiben die Autoren, dass die Erde zwischen 1994 und 2017 «erschütternde» 28 Billionen Tonnen Eis verloren hat.

    «Die Geschwindigkeit des Eisverlustes ist seit den 1990er Jahren um 57 Prozent gestiegen – von 0,8 auf 1,2 Billionen Tonnen pro Jahr –, was auf erhöhte Verluste von Gebirgsgletschern, der Antarktis, Grönland und vom antarktischen Schelfeis zurückzuführen ist», so die Forscherinnen und Forscher.

    Meeresspiegel um etwa 34,6 Millimeter erhöht

    Im gleichen Zeitraum habe sich der globale Meeresspiegel um etwa 34,6 Millimeter erhöht. Es bestehe kaum ein Zweifel daran, dass der überwiegende Teil des Eisverlustes der Erde eine direkte Folge der Klimaerwärmung sei, heisst es weiter.

    Etwas mehr als die Hälfte (58 Prozent) des Eisverlustes entfiel auf die nördliche Hemisphäre, der Rest (42 Prozent) auf die südliche Hemisphäre. «Obwohl jede Region, die wir untersucht haben, Eis verloren hat, haben sich die Verluste der Eisschilde in der Antarktis und in Grönland am meisten beschleunigt», zitierte die europäische Weltraumagentur Esa den Hauptautor Thomas Slater.

    Der Anstieg des Meeresspiegels in diesem Ausmass werde in diesem Jahrhundert sehr ernste Auswirkungen auf die Küstengemeinden haben. Satelliten ermöglichten, die riesigen Regionen, in denen Eis vorkomme, besser zu überwachen.

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