Schweizer Nati

    Ein ETH-Forscher analysiert für die Schweizer Nati die WM-Gegner

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Die Schweizer Nati setzt an der WM auf Wissenschaft: Ein ETH-Forscher durchleuchtet mit Datenanalysen die Taktiken der Gegner und deckt so verborgene Spielmuster auf.

    Wenn die Schweizer Nationalmannschaft spielt, wie hier im WM-Testspiel gegen Jordanien, will sie ihre Gegner gut kennen. Dabei hilft ein Forscher der ETH Zürich. (Archivbild)
    Wenn die Schweizer Nationalmannschaft spielt, wie hier im WM-Testspiel gegen Jordanien, will sie ihre Gegner gut kennen. Dabei hilft ein Forscher der ETH Zürich. (Archivbild) - Keystone/PETER SCHNEIDER

    «Fussball wirkt oft unberechenbar und spontan», wurde ETH-Forscher Ulrik Brandes am Dienstag in einer Mitteilung der ETH Zürich zitiert. «Aber wenn man sich genügend Daten ansieht, erkennt man auch stabile Muster.»

    Brandes macht laut der ETH mit seinen Analysen diese Muster sichtbar. Die Schweizer Nationalmannschaft nutze seine Methoden bei der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA, so die Hochschule.

    Der Forscher arbeitetet mit Trackingdaten aus internationalen Turnieren. Diese erfassen sekundengenau die Positionen aller Spieler und des Balls. Daraus entsteht ein dynamisches Bild der taktischen Formation.

    Die Auswertungen könnten beispielsweise aufzeigen, ob ein Aussenverteidiger besonders offensiv spiele oder ein Stürmer sich weit zurückfallen lasse. Brandes betonte jedoch, dass er nur die Daten aufbereite und keine taktischen Empfehlungen abgebe. Die Schlüsse daraus ziehe ausschliesslich das Trainerteam.

    Trotz aller Datenanalysen blieben Glück und Zufall entscheidende Faktoren im Fussball, so Brandes. Ein abgefälschter Ball oder ein verschossener Elfmeter könnten weiterhin Spiele entscheiden. Datenanalysen nähmen dem Sport nicht die Spannung, sondern machten ihn verständlicher.

    Kommentare

    User #4672 (nicht angemeldet)

    Finde, dass solch wissenschsftliche Supports ähnlich wie Drohnen-Analysen bei Skirennen wenig mehr mit Sport zu tun haben. Das ist "technisches Doping" und sollte untersagt werden.

    User #4323 (nicht angemeldet)

    weiss man auch wieviele Haargärtner es braucht an der WM 2030 für unsere Nati? Reichen 5 oder braucht es 11? Frage für einen Freund.

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