Diabetes Implantat gibt Hoffnung auf bessere Blutzuckerkontrolle
Ein neues Diabetes Implantat senkt bei Mäusen den Blutzucker. Gleichzeitig zeigen Kampagnen und Ernährungsforschung weitere Wege im Umgang mit der Krankheit.

Forschende der ETH Zürich haben ein elektronisches Diabetes Implantat entwickelt, das überschüssige Glukose chemisch umwandelt. Bei Mäusen normalisierten sich die Blutzuckerwerte innerhalb einer Stunde.
Das Diabetes Implantat wandelt Zucker in Glukonat um, das über die Nieren ausgeschieden werden kann. Während sechswöchiger Versuche sank der Blutzucker wiederholt, und die Tiere verloren zusätzlich an Gewicht.
Laut der «Frankfurter Rundschau» wurde das Implantat bislang nur an Mäusen getestet. Klinische Studien am Menschen stehen noch aus, weshalb ein medizinischer Einsatz vorerst offenbleibt.
Diabetes Implantat muss sich beim Menschen erst bewähren
Ein Sensor kann das Diabetes Implantat automatisch steuern und bei erhöhten Werten aktivieren. Die Technik könnte künftig eine neue Möglichkeit zur Blutzuckerkontrolle bieten.
Parallel zur Forschung setzen Pharmaunternehmen auf Aufklärung und gesellschaftliche Akzeptanz. Novo Nordisk wirbt in Deutschland mit Jürgen Klopp für mehr Aufmerksamkeit gegenüber Diabetes und starkem Übergewicht.
Wie «Apotheke Adhoc» berichtet, soll die Kampagne Vorurteile abbauen und Betroffene dazu ermutigen, ärztliche Unterstützung zu suchen. Unter dem Motto «Zusammen gegen Diabetes und starkes Übergewicht» verweist das Unternehmen auf moderne Behandlungsmöglichkeiten.
Essensreihenfolge beeinflusst den Blutzucker nur kurzfristig
Neben neuen Technologien und Therapien wird auch der Einfluss der Ernährung untersucht. Dabei steht zur Debatte, ob Gemüse vor kohlenhydratreichen Lebensmitteln den Blutzucker dauerhaft senken kann.

Eine Auswertung von 18 Studien zeigt, dass diese Reihenfolge zunächst niedrigere Blutzuckerwerte bewirken kann. Nach ungefähr zwei Stunden kehrt sich der Effekt jedoch um.
Laut «Ad-hoc-News» lässt sich daraus keine allgemeine Ernährungsempfehlung ableiten. Auch Lebensmittelkombination, Zubereitung und Bewegung beeinflussen den Blutzuckerverlauf nach einer Mahlzeit.








