Chat

    Chat-GPT verbreitet Fake-News erfolgreicher als Menschen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Zürich,

    Gemäss einer neuen Studie der Universität Zürich haben Menschen mehr Mühe damit, Falschmeldungen von Chat-GPT zu erkennen, als diejenigen von realen Personen.

    Künstliche Intelligenz
    Eine Frau benutzt die künstliche Intelligenz Chat-GPT auf einem Computer. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Menschen haben mehr Mühe, Falschmeldungen von Bots zu erkennen, als von echten Personen.
    • Insgesamt werden Falschmeldungen aber grossmehrheitlich erkannt, wie eine Studie zeigt.
    • Die Forscher haben zudem herausgefunden, dass Bots effizienter informieren als Menschen.

    Chat-GPT hat ein Talent für die Erstellung überzeugender Falschinformationen. In einer neuen Studie der Universität Zürich (UZH) hatten die Teilnehmenden bei von Chat-GPT generierten Tweets mehr Schwierigkeiten, Fake-News zu erkennen, als bei jenen, die von Menschen verfasst wurden.

    Gleichzeitig verstanden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aber von Chat-GPT produzierte Tweets besser, wie die am Mittwochabend im Fachblatt «Science Advances» publizierte Studie zeigt.

    Schwierigkeiten, zwischen Mensch und Bot zu unterscheiden

    Unterscheiden welche Tweets von Chat-GPT und welche von Menschen verfasst wurden, konnten die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer nicht zuverlässig. «GPT-3 ist ein zweischneidiges Schwert», schrieben die Forscherinnen und Forscher in der Studie.

    ChatGPT
    ChatGPT ist auf verschiedenste Arten nutzbar. - ChatGPT

    Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Zürich liessen für die Studie 697 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter von 26 bis 76 raten, ob ein Tweet von einem realen Twitter-Nutzer oder von Chat-GPT-3 verfasst wurde.

    Fake-News mit hoher Wahrscheinlichkeit entdeckt

    Zudem wurden die Teilnehmenden gefragt, ob die Tweets der Wahrheit entsprechen oder nicht. Die Themenfelder der Tweets beinhalteten unter anderem die Coronapandemie und die Sicherheit von Impfstoffen, den Klimawandel und homöopathische Behandlungen für Krebs.

    Dabei erkannten die Teilnehmenden von Menschen verfasste Fehlinformationen mit einer Wahrscheinlichkeit von 92 Prozent, von Chat-GPT erstellte mit einer Wahrscheinlichkeit von 89 Prozent.

    ChatGPT
    ChatGPT ist eine Software auf Basis künstlicher Intelligenz. - Karl-Josef Hildenbrand/dpa

    Zudem dauerte es bei von Menschen verfassten Tweets im Schnitt länger, bis die Teilnehmenden feststellten, ob ein Tweet korrekt war oder nicht. Das zeigt laut der Studie, dass GPT-3 «effizienter» informiert als Menschen.

    Chat-GPT-3 informativer als Menschen

    Diese Resultate deuten darauf hin, dass von GPT-3 erstellte (aber von geschulten Menschen bewertete) Informationskampagnen etwa in Krisensituationen effektiver wären, wie die UZH in einer Mitteilung zur Studie schrieb.

    Sollte Künstliche Intelligenz staatlich reguliert werden?

    Die Erkenntnisse zeigen demnach aber auch Risiken. Die Forschenden plädieren deshalb in der UZH-Mitteilung für strenge, evidenzbasierte und ethisch fundierte Vorschriften, um der potenziellen Bedrohung durch diese Technologien zu begegnen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    chatgpt siri apple
    6 Interaktionen
    Geheimer Trick
    Informationskompetenz Verschwörungstheorie
    511 Interaktionen
    Aberglaube?
    Informationskompetenz
    55 Interaktionen
    Kommentare

    MEHR CHAT

    Dargebotene Hand
    199 Interaktionen
    «Weniger empathisch»
    Gewalt
    6 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    Taxi-Abzocke in Zürich: 105 Fr. für 3,5 Kilometer
    175 Interaktionen
    Fahrer wehren sich
    FC Zürich Kamberi Kosovo
    6 Interaktionen
    Nati-Premiere
    2 Interaktionen
    Zürich
    GC
    8 Interaktionen
    Kellerduell