Krieg

    Zypern und Malta entziehen Dutzenden Russen «goldene Pässe»

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Zypern und Malta wollen Russen die berüchtigten «goldenen Pässe» entziehen. Diese können durch finanzielle Mittel erworben werden.

    Goldener pass
    Der zypriotische Präsident Nicos Anastasiades vor dem Ausschuss zur Vergabe «Goldener Pässe» in Nikosia. Foto: Petros Karadjias/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zypern und Malta wollen gegen die "goldenen Pässe" bei Russen vorgehen.
    • Diese Pässe muss man nicht beantragen, sondern kann sie mit viel Geld kaufen.

    Im Zuge des russischen Angriffskriegs haben Zypern und Malta bislang mehreren Dutzend Menschen ihre Staatsangehörigkeiten entzogen. Jedoch nur denen, die sie durch «goldenen Pässe» bekommen haben. Darunter versteht man die umstrittene Praxis, Staatsbürgerschaften an Nicht-EU-Bürger zumeist gegen Investitionen zu verkaufen.

    Zypern habe 43 Menschen die zyprische Staatsbürgerschaft entzogen, antwortete die EU-Kommission auf eine Anfrage des FDP-Europaabgeordneten Moritz Körner.

    Darüber hinaus haben zwei Russen den Angaben zufolge die maltesische Staatsbürgerschaft verloren. Einer von ihnen unterliegt demnach EU-Sanktionen, gegen den anderen haben die USA Sanktionen verhängt. Zuvor hatte der «Spiegel» berichtet.

    EU empfahl Entzug

    Die EU-Kommission hatte wiederholt ein Ende der «goldenen Pässe» gefordert. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine empfahl die Brüsseler Behörde den EU-Staaten, den Entzug solcher gekauften Staatsbürgerschaften zu prüfen. Jedoch nur dann, wenn sie an sanktionierte Russen oder Belarussen vergeben wurden. Zypern hat allerdings schon vor Beginn des Krieges «goldene Pässe» wieder kassiert.

    Zypern
    Proteste gegen die «goldenen Pässe» in Zypern - AFP/Archiv

    Die Vergabe von Staatsbürgerschaften und Aufenthaltsgenehmigungen ist Sache der einzelnen EU-Länder. Die EU-Kommission sieht darin jedoch eine Gefahr für die Sicherheit der gesamten EU. Etwa mit Blick auf die Sicherheit, auf Geldwäsche, Steuervermeidung und Korruption. Grund dafür ist, dass Betroffene sich unter anderem frei im Schengen-Raum bewegen können.

    Zypern und Bulgarien vergeben inzwischen gar keine «goldenen Pässe» mehr, Malta nicht mehr an Russen oder Belarussen. Gegen Malta läuft wegen der umstrittenen Praxis derzeit ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH).

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