Zweite Runde bei Präsidentenwahl in Estland begonnen

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    Estland,

    Das estnische Parlament ist am Dienstag in Tallinn erneut zur Wahl eines neuen Staatspräsidenten zusammengetreten. Als einziger Kandidat bewirbt sich der Wissenschaftler Alar Karis um das höchste Staatsamt in dem baltischen EU- und Nato-Land.

    Estland
    Die Flagge von Estland neben der der Europäischen Union. - DPA

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ob der Direktor des Estnischen Nationalmuseums bei der geheimen Abstimmung die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit von 68 der 101 Abgeordneten der Volksvertretung Riigikogu erreicht, ist unsicher.

    Im ersten Wahlgang am Montag hatte er 63 Stimmen erhalten.

    Die Regierungskoalition aus der wirtschaftsliberalen Reformpartei und der linksgerichteten Zentrumspartei hatte Karis aufgestellt. Die beiden Parteien sind die führenden politischen Kräfte Estlands - auf sie entfallen 59 der 101 Parlamentssitze. Nach einem Treffen mit Karis am Dienstagmorgen kündigte auch die Fraktion der oppositionellen Sozialdemokraten ihre Unterstützung für den 63-Jährigen an. Die Partei hält 10 Sitze.

    Von den anderen beiden noch im Parlament vertretenen Parteien signalisierten Teile der konservativen Isamaa ebenfalls Zustimmung für Karis. Die rechtspopulistische EKRE dagegen will nicht für ihn stimmen.

    Erzielt Karis nicht die notwendige Stimmenanzahl kommt es zu einem dritten Wahlgang. Estlands Präsident hat vorwiegend repräsentative Aufgaben. Amtierendes Staatsoberhaupt ist Kersti Kaljulaid.

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