Gesucht werden kühle Ort, um kurzfristig der Hitze zu entrinnen. Dafür eignen sich Höhlen. Ihre Vorteile: Null Sonne, einstellige Temperaturen.
Ein Höhlenführer vor Betriebsbeginn in der Bärenhöhle auf der Schwäbischen Alb.
Ein Höhlenführer vor Betriebsbeginn in der Bärenhöhle auf der Schwäbischen Alb. - Marijan Murat/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn es draussen so heiss ist, zieht es manche Menschen zum Abkühlen in die Höhle.

Die Bärenhöhle und die Nebelhöhle bei Reutlingen etwa sind derzeit heiss begehrt.

«Es kommen jetzt schon viele Besucher, das wird wegen der Hitze nochmal mehr», sagte die Fachbereichsleiterin Tourismus Sonnenbühl, Ulrike Müller. «Drinnen kann man eine halbe Stunde auslüften, denn es herrschen konstant neun Grad beispielsweise in der Bärenhöhle» - hier gibt es auch ein 15 000 Jahre altes Bärenskelett zu sehen.

Müller warnte davor, in Flipflops zu erscheinen, festes Schuhwerk sei besser geeignet. Und trotz Sehnsucht nach Abkühlung solle man eine Jacke mit hineinnehmen. «Nach zehn Minuten wird es richtig kühl.»

Viele Höhlen der Schwäbischen Alb sind als Naturdenkmale ausgewiesen, einige sind nur beschränkt, andere gar nicht zugänglich. Insgesamt weiss man von etwa 2800 Höhlen auf der Alb. Viele meist höher gelegene Karsthöhlen waren als Zuflucht- und Wohnstätten geeignet, sie boten Steinzeitmenschen Schutz vor Feinden und Wetter. In den Höhlen hinterliessen die eiszeitlichen Jäger und Sammler, die in ihren Fellen Temperaturen von plus 20 bis minus 40 Grad ertragen mussten, eine Fülle von Spuren.

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