Waldbrände auf Paros: Mehrere Dörfer evakuiert

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    Griechenland,

    Auf der bei Urlaubern beliebten griechischen Ägäis-Insel Paros kämpfen Feuerwehrleute seit Stunden gegen einen ausser Kontrolle geratenen Waldbrand. Mehrere Ortschaften wurden wegen der vorrückenden Flammenfront evakuiert, Bewohner sollten laut Medienberichten auf Geheiss der Rettungskräfte an die Strände flüchten. Über mögliche Verletzte oder niedergebrannte Häuser wurde zunächst nichts bekannt.

    ARCHIV - Feuerwehrleute kämpfen mit einem großen Waldbrand im Dorf Karyes auf der ostägäischen Insel Chios. Foto: Pantelis Fykaris/Politischios.gr via AP/dpa
    ARCHIV - Feuerwehrleute kämpfen mit einem großen Waldbrand im Dorf Karyes auf der ostägäischen Insel Chios. Foto: Pantelis Fykaris/Politischios.gr via AP/dpa - Keystone/Politischios.gr via AP/Pantelis Fykaris

    Die Feuerwehr auf der Kykladen-Insel ist seit Dienstag mit Dutzenden Kräften im Dauereinsatz und forderte Unterstützung von umliegenden Inseln wie Naxos und Syros sowie vom Festland an. Insbesondere die Ortschaft Agkairia sei von den Flammen bedroht, berichteten die Zeitungen «Proto Thema» und «Kathimerini». Die Flüge mit Löschflugzeugen und Helikoptern seien über Nacht unterbrochen und bei Tagesanbruch wieder aufgenommen worden.

    Begünstigt wurde die Feuersbrunst von der brütenden Sommerhitze und ausgetrockneten Vegetation. Kräftiger Wind, der Meteorologen zufolge heute noch stärker werden dürfte, erschwert die Löscharbeiten zusätzlich.

    Frühere Feuerkatastrophen waren eine Lehre

    Bisher war Griechenland in diesem Jahr weitgehend von Hitzewellen verschont geblieben. In den vergangenen Jahren gab es solche Wellen dagegen – und sie hielten teils wochenlang an. Dürre und starke Winde schafften dann perfekte Bedingungen für schlimme Waldbrände.

    Aus den verheerenden Bränden der vergangenen Jahre haben die Griechen Lehren gezogen. Neben 85 staatlichen Löschflugzeugen zählt die Feuerwehr nunmehr 18.000 Berufs- und Saisonkräfte. Wichtig ist auch der Einsatz moderner Technologie: Mittlerweile helfen mehr als 100 Drohnenbasen in besonders gefährdeten Regionen dabei, Brände möglichst frühzeitig zu erkennen. Zudem wurden vier speziell für Brandbekämpfung entwickelte Satelliten ins All gebracht, die vor allem trockene Regionen beobachten.

    Derzeit herrscht in mehreren Landesteilen hohe Waldbrandgefahr. So sei die Feuerwehr am Dienstag auch zu Feuerherden in der nordöstlichen Region Evros ausgerückt, berichtete die Zeitung «Kathimerini». Auf Kreta und den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Ikaria und Psara sei inzwischen Warnstufe vier von fünf ausgerufen worden. In der Hauptstadtregion Athen und im nordöstlichen Teil der Halbinsel Peloponnes gilt demnach Warnstufe drei.

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    Kommentare

    User #3490 (nicht angemeldet)

    Das Problem ist der Mensch. Das Grundwasser wird bis zum letzten Tropfen für Plantagen gebraucht. Das Pool im Haus wird aufgefüllt und wenn man Bauland braucht wird angezündet.

    User #5979 (nicht angemeldet)

    Klimaskeptiker argumentieren oft, dass die aktuellen Veränderungen im Klimasystem Teil eines natürlichen Zyklus seien, der sich irgendwann wieder umkehren werde. Doch die Treibhausgase, die wir heute emittieren, bleiben über Jahrhunderte in der Atmosphäre. Selbst wenn wir heute alle Emissionen stoppen würden, würde die Erde noch über Jahrzehnte weiter erwärmen, bevor sich ein neues Gleichgewicht einstellt. Die CO₂-Konzentration wird noch lange über dem vorindustriellen Niveau liegen, und die damit verbundenen Folgen wie Meeresspiegelanstieg oder Versauerung der Ozeane werden noch Jahrhunderte anhalten.

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