Fast drei Monate nach dem verheerenden Erdrutsch in Norwegen haben die Einsatzkräfte aller Voraussicht nach auch das letzte der zehn Todesopfer gefunden.
Eine Rettungsmannschaft sucht nach einem Erdrutsch nach vermissten Menschen. Zu dem Erdrutsch in der Kommune Gjerdrum war es bereits am frühen Morgen des 30.12.2020 gekommen, er hatte sich auf einer Länge von etwa 700 Metern und einer Breite von 300 Metern ausgedehnt. Foto: Terje Pedersen/NTB/dpa
Eine Rettungsmannschaft sucht nach einem Erdrutsch nach vermissten Menschen. Zu dem Erdrutsch in der Kommune Gjerdrum war es bereits am frühen Morgen des 30.12.2020 gekommen, er hatte sich auf einer Länge von etwa 700 Metern und einer Breite von 300 Metern ausgedehnt. Foto: Terje Pedersen/NTB/dpa - sda - Keystone/NTB/Terje Pedersen

Das Wichtigste in Kürze

  • In Norwegen ereignete sich vor drei Monaten ein verheerender Erdrutsch.
  • Nun soll auch der letzte der zehn Vermissten gefunden worden sein.

Fast drei Monate nach dem verheerenden Erdrutsch in Norwegen haben die Einsatzkräfte aller Voraussicht nach auch das letzte der zehn Todesopfer im Katastrophengebiet gefunden.

Die ums Leben gekommene Person sei am Montagmorgen in der bei dem Abgang entstandenen Grube in der Gemeinde Gjerdrum entdeckt worden, teilte die Polizei am Vormittag mit. Es werde nun daran gearbeitet, die Leiche zu bergen. Um ihre Identität zu bestätigen, werde sie im Anschluss obduziert. Die Hinterbliebenen der letzten vermissten Person seien über den Fund bereits informiert worden.

Zwei Opfer im Februar entdeckt

Der Erdrutsch hatte sich kurz vor dem Jahreswechsel in Gjerdrum nordöstlich von Oslo ereignet. Zehn Menschen waren daraufhin vermisst worden. In den ersten drei Tagen des neuen Jahres hatten die Rettungskräfte zunächst sieben Tote gefunden, darunter ein zweijähriges Mädchen.

erdrutsch norwegen alta
Eine Strasse verläuft an der Grenze zu einem Abhang, wo es zu einem Erdrutsch gekommen ist. Der Erdrutsch in der Nähe von Alta im arktischen Norwegen hatte acht Häuser ins Meer gerissen. - dpa

Die Hoffnung auf das Überleben der verbliebenen drei Vermissten war sechs Tage nach dem Einsatz in dem instabilen Gelände aufgegeben worden. Zwei weitere Todesopfer – ein 13-jähriges Mädchen und seine Mutter – waren im Februar entdeckt worden. Seitdem fehlten nur noch die Überreste einer 49-Jährigen.

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