Witwen haben in Frankreich kein Anspruch auf Sperma des toten Mannes

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    Witwen haben in Frankreich auch weiterhin keinen Anspruch auf das Sperma ihres toten Mannes. Das Parlament lehnte den entsprechenden Vorstoss ab.

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    Witwen haben in Frankreich weiter keinen Anspruch auf das Sperma ihres toten Mannes. - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Gesetzesvorstoss wollte die künstliche Befruchtung nach dem Tod des Partners erlauben.
    • Das französische Parlament hat diesen in der Nacht auf Freitag nun abgelehnt.

    Ein Gesetzesvorstoss wollte die künstliche Befruchtung nach dem Tod des Partners erlauben. Der Vorstoss scheiterte nun in der Nacht auf Freitag knapp in der Pariser Nationalversammlung. Die Gegner des Vorstosses argumentierten mit dem Wohl des so gezeugten Kindes. Dieses würde dann ein «besonders schweres Schicksal» tragen.

    Viele Abgeordnete der Opposition hatten sich für die künstliche Befruchtung mit dem Sperma des verstorbenen Partners ausgesprochen. Auch zahlreiche Abgeordneten der Regierungspartei La République en Marche (Die Republik in Bewegung, LREM) von Präsident Emmanuel Macron stimmten dafür. Die Begründung: Einer Witwe werde eine «doppelte Trauer» auferlegt. Durch den Tod ihres Mannes würde auch noch ihr Kinderwunsch unerfüllt bleiben.

    Das Parlament debattiert derzeit über ein Gesetzespaket der Regierung zur sogenannten Bioethik. Damit soll die künstliche Befruchtung erstmals allen Frauen offenstehen - auch Singles und Lesben.

    Die Initiatoren des gescheiterten Gesetzesvorstosses halten es für ungerecht, dass sich eine Witwe künftig zwar mit dem Sperma eines Unbekannten befruchten lassen kann, aber nicht mit dem ihres eigenen Partners.

    In Deutschland gab es in der Vergangenheit Fälle, in der Frauen vergeblich auf die Herausgabe des Spermas eines Verstorbenen klagten. In Belgien, Spanien und Grossbritannien ist die künstliche Befruchtung «post mortem» erlaubt.

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