Wikileaks

    Wikileaks-Gründer Assange erlitt laut Verlobter Schlaganfall

    AFP
    AFP

    Grossbritannien,

    Der inhaftierte Wikileaks-Gründer Julian Assange hat nach Angaben seiner Verlobten Stella Moris im Gefängnis einen leichten Schlaganfall erlitten.

    Statement von Assanges Verlobter Stella Moris
    Statement von Assanges Verlobter Stella Moris - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wikileaks-Gründer Julian Assange hatte laut seiner Verlobten einen Schlaganfall.
    • Dieser soll sich am 27. Oktober ereignet haben.
    • Grund für den Schlaganfall scheint die Belastung durch die Zeit in Haft zu sein.

    Der in Grossbritannien inhaftierte Wikileaks-Gründer Julian Assange hat nach Angaben seiner Verlobten Stella Moris im Gefängnis einen leichten Schlaganfall erlitten.

    Der Vorfall habe sich am 27. Oktober ereignet, dem Tag, an dem die USA gegen ein in Grossbritannien gerichtlich verfügtes Auslieferungsverbot in Berufung gegangen waren. Laut der «Mail on Sunday» handelte es sich um eine sogenannte transitorische ischämische Attacke, bei der die Blutversorgung des Gehirns zeitweise unterbrochen wird.

    Übersteht Auslieferung wohl nicht

    Der Wochenzeitung zufolge traten bei Assange als Folgen ein hängendes rechtes Augenlid, Gedächtnisverlust und Anzeichen für neurologische Schäden auf. Er nehme nun Medikamente, hiess es. Moris sagte dem Blatt, sie befürchte einen weiteren, schwereren Schlaganfall. Es stelle sich die Frage, ob er gesundheitlich in der Lage sei, einen Auslieferungsprozess durchzustehen.

    Julian Assange festgenommen
    Julian Assange, Mitgründer der Enthüllungsplattform Wikileaks. - dpa

    «Ich denke, dieses ständige Schachspiel, Kampf nach Kampf, der extreme Stress ist es, was Julians Schlaganfall ausgelöst hat», sagte Moris, die mit Assange zwei kleine Kinder hat und auch zu seinem Verteidiger-Team gehört. Im Kurzbotschaftendienst Twitter forderte sie seine sofortige Freilassung.

    In den USA drohen dem 50-jährigen Australier bis zu 175 Jahre Haft. Er ist dort wegen Spionage und der Veröffentlichung geheimer Dokumente auf der Enthüllungsplattform Wikileaks zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan angeklagt.

    Politisch motivierte Verfahren?

    Am Freitag hatte ein britisches Berufungsgericht ein Auslieferungsverbot an die USA aufgehoben, der Fall geht nun an ein Londoner Bezirksgericht zurück, allerdings mit der Anordnung, ihn Innenministerin Priti Patel für eine endgültige Entscheidung innerhalb von 28 Tagen vorzulegen.

    wikileaks
    Julian Assange, Gründer von Wikileaks, auf dem Balkon der Botschaft Ecuadors in London. - dpa

    Assange sitzt seit zweieinhalb Jahren in London in Haft. Zuvor hatte er sieben Jahre in der ecuadorianischen Botschaft gelebt, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen. Dort sollte ihm wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs der Prozess gemacht werden, die Anschuldigungen wurden jedoch fallen gelassen.

    Der Fall sorgt seit Jahren international für Aufsehen. Assanges Unterstützer haben die Verfahren immer wieder als politisch motiviert kritisiert.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    wikileaks Julian Assange
    35 Interaktionen
    Wegen Auslieferung
    wikileaks
    6 Interaktionen
    «Armutszeugnis»
    Wikileaks julian assange
    3 Interaktionen
    Im Gefängnis

    MEHR IN NEWS

    italien
    1 Interaktionen
    Proteste und Schulden
    Die Simpsons
    1 Interaktionen
    New York

    MEHR WIKILEAKS

    Julian assange
    4 Interaktionen
    Wikileaks-Gründer
    Julian Assange
    3 Interaktionen
    Nach Freilassung
    Wikileaks-Gründer Assange
    2 Interaktionen
    Assange
    Wikileaks Julian Assange
    218 Interaktionen
    «Er ist frei»

    MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

    mancity
    «Eindeutige Beweise»
    manz
    3 Interaktionen
    Erneut Matchwinner
    brighton
    2 Interaktionen
    Traumtor bei Sieg
    10 Interaktionen
    London