WHO-Katalog: Burnout möglicher Faktor für Gesundheitsschäden

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    Genève,

    Burnout ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Faktor eingestuft worden, der die Gesundheit beeinträchtigen kann.

    burnout vorhofflimmern
    Ein Burnout kann zu potenziell gefährlichen Herzrythmusstörungen führen. - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Katalog wurde auf der WHO-Jahresversammlung in Genf verabschiedet.

    Das Gefühl des Ausgebranntseins resultiere aus chronischem Stress am Arbeitsplatz, der unter anderem zu einer negativen Einstellung zum Job und geringerer Leistungskraft führen könne, lautet ein Teil der nun neuen WHO-Definition. Burnout sei bisher ohne Definition berücksichtigt gewesen. Jetzt sei er mit dieser Beschreibung im Katalog der 55.000 Krankheiten, Symptome und Verletzungsursachen aufgelistet, sagte ein Sprecher. Die WHO hatte zunächst im Fall von Burnout von einer Krankheit gesprochen, aber diese Angaben am Dienstag präzisiert.

    Der Katalog wurde auf der WHO-Jahresversammlung in Genf verabschiedet. Er wurde erstmals seit fast 30 Jahren neu gefasst und tritt am 1. Januar 2022 in Kraft. Zwanghaftes Sexualverhalten und Video- oder Online-Spielsucht gehören neu zur Liste der Gesundheitsstörungen.

    Jeder Störung ist ein eigener Code zugewiesen. Ärzte in aller Welt registrieren ihre Diagnosen künftig mit den neuen Codes. Damit können präzise Statistiken erstellt und Gesundheitstrends dokumentiert werden. Nach Angaben des deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation rechnen Krankenkassen nach dem für Deutschland jeweils leicht modifizierten Katalog auch Behandlungen ab. Auch Statistiken zu Todesursachen werden nach den Codes geführt. Die Vollversammlung der mehr als 190 WHO-Mitgliedsländer in Genf ist am Dienstag zu Ende gegangen.

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