Werner Baumann übt scharfe Kritik an Umweltschützern aus

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    Deutschland,

    Der Konzern-Chef von Bayer wirft Umweltschützern Fake-News-Verbreitung vor: «Nützen die Grösse und Prominenz des Produkts für ihr Geschäftsmodell».

    Demonstranten protestieren gegen die weitere Zulassung des umstrittenen Unkrautgifts Glyphosat.
    Demonstranten protestieren gegen die weitere Zulassung des umstrittenen Unkrautgifts Glyphosat. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bayer-Chef Baumann verteidigt das Pflanzenschutzmittel Glyphosat.
    • Er wirft Umweltschützern die Verbreitung von Fake-News vor.

    Im Streit um das Pflanzenschutzmittel Glyphosat hat Bayer-Chef Werner Baumann Umweltschützern vorgeworfen, bewusst mit Fehlinformationen zu arbeiten. «Sie nützen die Grösse und Prominenz des Produkts für ihr Geschäftsmodell», sagte Baumann der «Bild am Sonntag». Nur so bekämen Umweltschützer die nötige Aufmerksamkeit, um möglichst viele Spenden zu erhalten. Bio-Landbau sei nicht pauschal die nachhaltigere Anbaumethode.

    Baumann verteidigte das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel. Es werde benötigt, um die Menschheit zu ernähren. «Dank Glyphosat werden die Menschen satt», sagte Baumann. Es sei das meistgenutzte und erfolgreichste Pflanzenschutzmittel der Welt – «und damit ein ideales Feindbild für Nicht-Regierungsorganisationen und Aktivisten, die die moderne Landwirtschaft ablehnen».

    Bayer kauft Monsanto auf – Klagen inklusive

    Der Dax-Konzern hatte vor kurzem den Glyphosat-Hersteller Monsanto für 63 Milliarden US-Dollar gekauft. Die Leverkusener müssen sich nach der Übernahme mit rund 8700 Klagen in den USA wegen möglicher Erkrankungen durch Glyphosat auseinandersetzen.

    Umweltschützer, Kleinbauern und verschiedene Wissenschaftler halten Glyphosat für gefährlich für die Natur und die Gesundheit. Die Weltgesundheitsorganisation stufte Glyphosat 2015 als ein «wahrscheinliches humanes Karzinogen» ein, also als mutmasslich krebserregend.

    Baumann lobte zudem US-Präsident Donald Trump, den er als «einen sehr aufmerksamen, zugewandten und auch sehr gut informierten Gesprächspartner» erlebt habe – und der ein «treuer Kunde von Bayer» sei. Der Präsident nehme täglich Aspirin.

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