Immer weniger Menschen wenden sich bei Insolvenz an Schulderstellen. Genaue zahlen legte das Statistische Bundesamt am Mittwoch vor.
Immer weniger Menschen wenden sich bei Geldproblemen an Insolvenzberatungsstellen.
Immer weniger Menschen wenden sich bei Geldproblemen an Insolvenzberatungsstellen. - Lino Mirgeler/dpa/Illustration/Archivbild

Das Wichtigste in Kürze

  • Im vergangenen Jahr haben knapp 575.000 Menschen in Deutschland wegen finanzieller Probleme Hilfe von Schulder- und Insolvenzberatungsstellen in Anspruch genommen.

Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch etwas weniger als ein Jahr zuvor (588.000).

Als häufigsten Grund für Überschuldung nannten Betroffene demnach wie ein Jahr zuvor Arbeitslosigkeit (19,9 Prozent), gefolgt von Erkrankung, Sucht oder Unfall (zusammen 16,9 Prozent) sowie Trennung, Scheidung oder Tod der Partnerin beziehungsweise des Partners (zusammen 12,2 Prozent).

Anonymisierte Daten

Durchschnittlich stand den Angaben zufolge dem Haushalt einer überschuldeten Person, die sich an eine Schuldnerberatungsstelle wandte, monatlich ein Nettoeinkommen von 1368 Euro zur Verfügung. Im Schnitt ging mehr als ein Drittel davon (38 Prozent) für die Wohnung einschliesslich Energie- und Nebenkosten drauf.

Die Ergebnisse der Statistik beruhen auf Angaben von 593 der etwa 1400 Schuldnerberatungsstellen in Deutschland. Diese stellten auf freiwilliger Basis anonymisierte Daten von etwa 147.000 beratenen Menschen zur Verfügung, die die Wiesbadener Statistiker dann hochrechneten.

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