Welt verbrennt mehr Erdöl, Erdgas und Kohle als je zuvor
2025 stiegen Verbrauch und CO₂-Ausstoss auf neue Höchstwerte. Erneuerbare wachsen zwar stark, doch der Energiehunger wächst schneller.

Das Wichtigste in Kürze
- 2025 erreichten fossiler Verbrauch und CO₂-Ausstoss neue Höchstwerte.
- Erneuerbare Energien wuchsen stark, deckten aber nicht den Mehrbedarf.
- China treibt Solar- und Windkraft massiv voran und bremst Emissionen.
Die Welt hat 2025 so viele fossile Rohstoffe verbrannt wie nie zuvor. Demnach erreichten der Verbrauch von Erdöl, Erdgas und Kohle sowie die CO₂-Emissionen neue Höchstwerte.
Der Ausstoss lag bei über 41 Milliarden Tonnen CO₂, gut ein Prozent mehr als im Vorjahr. Das zeigt das neue «Statistical Review of World Energy» des Londoner Energy Institute, das unter anderem der «Spiegel» aufgreift.
Fossile Energien decken weiter den Mehrbedarf
Gleichzeitig wächst der Ausbau erneuerbarer Energien stark. Die globale Energieproduktion aus Solar-, Wind- und Wasserkraft stieg 2025 um 3,2 Exajoule.
Der gesamte Energiebedarf wuchs aber noch stärker. Deshalb deckten fossile Energien laut Nick Wayth, Chef des Energy Institute, weiterhin 60 Prozent des zusätzlichen Wachstums.
Öl, Gas und Kohle stellten zusammen 86 Prozent der weltweiten Endenergieproduktion. Erneuerbare Energien inklusive Wasserkraft kamen auf knapp neun Prozent, Atomkraft auf gut fünf Prozent.
Erneuerbare wachsen schneller als einzelne Fossile
Trotzdem gibt es Hinweise auf eine mögliche Trendwende. Erstmals wuchs die Energieerzeugung aus erneuerbaren Technologien stärker als jene aus jedem einzelnen fossilen Energieträger.
Mehr als ein Drittel des Stroms stammte 2025 aus erneuerbaren Quellen. Für die Stromproduktion wurden weniger fossile Rohstoffe verbrannt als 2024.
China spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Volksrepublik baut Solar- und Windkraft massiv aus. Sie betreibt mehr als die Hälfte der weltweiten Solarkapazität sowie fast die Hälfte der Windkraftanlagen.
Der CO₂-Ausstoss Chinas stieg nur noch um 0,3 Prozent. Das Energy Institute bezeichnet China deshalb als «Elektrostaat».
Auch Indien und Pakistan verzeichnen einen starken Ausbau der Solarenergie. In Indien wurde der zusätzliche Strombedarf durch neue Solaranlagen mehr als gedeckt, während die Stromproduktion aus Kohle und Gas sank.
USA bauen Rolle als Petrostaat aus
Anders ist die Entwicklung in den USA. Im ersten Jahr nach Donald Trumps Amtsübernahme stiegen Verbrauch, Produktion und Export fossiler Rohstoffe.
Besonders die LNG-Exporte (Flüssigerdgas) nahmen stark zu. Die USA entwickeln sich damit laut Bericht immer stärker zu einem Petrostaat.
Europa steht zwischen diesen beiden Energie-Supermächten. Es importiert Öl und Gas aus den USA sowie Solarmodule und Windkraftanlagen aus China.















