Wegen Coronavirus entwickeln österreichische Firmen Schutzmasken
Der hohe Bedarf an Schutzmasken in Zeiten des Coronavirus bewegt österreichische Firmen zur Eigenproduktion. Damit wird Österreich vom Weltmarkt unabhängiger.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Bedarf an Schutzmasken ist derzeit weltweit riesig.
- Österreichische Firmen haben nun eine Schutzmaske für das Gesundheitspersonal entwickelt.
- Dadurch soll die hohe Nachfrage gedeckt werden.
Um den hohen Bedarf wegen des Coronavirus decken zu können, haben in Österreich mehrere Firmen gemeinsam eine Schutzmaske entwickelt. Damit soll das Land vom Weltmarkt unabhängiger werden.
Die Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) nahm am Samstag in Wien dazu Stellung. Man könne die Produktion innerhalb weniger Tage zunächst auf 100'000 Stück pro Tag und anschliessend auf 500'000 pro Tag hochfahren. Allerdings würden dazu mehrere Hundert Näherinnen gesucht.
Produktion mit guter Qualität
Die neue Maske halte 95 Prozent aller Viren ab und sei daher FFP2-zertifiziert. Sie schütze damit auch den Träger vor einer Ansteckung. Anders als der Mund-Nasen-Schutz, der seit Mittwoch in österreichischen Geschäften am Eingang an die Kunden ausgeteilt wird.
Laut Schramböck ist die Produktion von Schutzmasken vor Ort wichtig, da die Qualität auf dem Weltmarkt teilweise sehr unterschiedlich sei. Schramböck betonte diesbezüglich auch, dass das Coronavirus ein «Weckruf für Gesamteuropa» sei. «Nämlich ein Weckruf, dass wir wieder mehr in Europa produzieren sollten, auch in der Pharma-Industrie.»
In Österreich liege der Bedarf an Schutzmasken für vier Wochen bei zwölf Millionen Stück. Für das eigens entwickelte Modell werde auch an einer Möglichkeit der Wiederverwendung gearbeitet. Die Produktion sei bereits mit 15 000 Stück pro Tag angelaufen.