Waldbrände an Atlantikküste – Frankreich evakuiert 63'000 Menschen
Die Waldbrände an der französischen Atlantikküste breiten sich weiter aus. Rund 63'000 Menschen wurden bereits evakuiert.

Seit Mittwoch kämpfen Einsatzkräfte gegen schwere Waldbrände im Südwesten Frankreichs. Besonders betroffen sind die Region um Bordeaux und das Becken von Arcachon.
Laut dem «SRF» mussten rund 63'000 Menschen ihre Unterkünfte verlassen. Darunter befinden sich zahlreiche Touristen, die von Campingplätzen und Ferienanlagen in Sicherheit gebracht wurden.
Das Feuer hat sich inzwischen auf etwa 10'000 Hektar Fläche ausgedehnt. Wie der «Deutschlandfunk» berichtet, sind rund 1500 Feuerwehrleute im Einsatz, um die Brände unter Kontrolle zu bringen.
Waldbrände: Urlaubsorte besonders bedroht
Besonders gefährdet ist der Küstenort Lège-Cap-Ferret, der im Sommer viele Besucher anzieht. Nach Angaben vom «N-TV» wurden dort bereits mehrere Gebäude durch die Flammen zerstört.
Insgesamt wurden in der Region rund 80 Gebäude beschädigt, davon etwa 50 vollständig zerstört. Unter der Bevölkerung gab es bislang keine Verletzten, ein Feuerwehrmann erlitt Verletzungen.
Auch südlich von Bordeaux breitet sich ein weiterer Brand aus. Im Gebiet um Biscarrosse mussten deshalb rund 23'000 Menschen ihre Unterkünfte verlassen.
Frankreich erhält Hilfe aus Europa
Laut dem «SRF» entstand dieses Feuer vermutlich durch einen technischen Defekt an einem Lieferwagen. Die Flammen griffen anschliessend von einer Waldstrasse auf die umliegende Natur über.
Die Löscharbeiten bleiben wegen der Wetterbedingungen schwierig. Temperaturen von bis zu 39 Grad und wechselnde Winde erschweren die Bekämpfung der Waldbrände.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bat deshalb um internationale Unterstützung. Wie das «SRF» weiter berichtet, sollen Löschflugzeuge und Helikopter aus mehreren europäischen Ländern die Einsatzkräfte verstärken.
Waldbrände in Frankreich und Spanien eskalieren weiter
Erwartet werden zusätzliche Einheiten aus Kroatien, Portugal, Tschechien und der Slowakei. Die Unterstützung erfolgt über den europäischen Zivilschutzmechanismus.
Auch in Spanien verschärft sich die Lage durch zahlreiche Waldbrände. Dem «Deutschlandfunk» zufolge rief die Regierung in Madrid den nationalen Notstand aus, da mehrere grosse Feuer ausser Kontrolle geraten sind.

Die Behörden begründen den Schritt mit der angespannten Wetterlage und der hohen Brandgefahr. In Spanien sind in diesem Jahr bereits fast 130'000 Hektar Land durch Waldbrände zerstört worden.












