Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern (D) weitet sich aus

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    Die Gefahr schien schon gebannt, nachdem ein Waldbrand bei Lübtheen (D) in Mecklenburg-Vorpommern gelöscht war. Jetzt lodern dort erneut die Flammen.

    Waldbrand bei Lübtheen
    Rauch steigt bei einem grossflächigen Waldbrand in der Nähe der evakuierten Ortschaft Alt Jabel aus dem Wald auf. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Freitag war in einem Wald in Mecklenburg-Vorpommern (D) ein Feuer ausgebrochen.
    • Es wurde gelöscht aber am Sonntag brach es erneut aus – Behörden vermuten Brandstiftung.
    • Nun breitet es sich weiter aus. Insgesamt mussten schon 500 Menschen evakuiert werden.

    Der Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern (D) hat sich in der Nacht zum Montag ausgedehnt und bedroht weitere Dörfer. Auch in anderen Bundesländern sind die Auswirkungen zu spüren. Am Morgen waren etwa 430 Hektar Wald bei Lübtheen betroffen, wie ein Sprecher der regionalen Einsatzleitstelle im Landkreis Ludwigslust-Parchim sagte.

    Nach dem Ort Alt Jabel werde nun auch das 131 Einwohner zählende Dorf Trebs am westlichen Rand des Übungsplatzes geräumt. Die Gesamtzahl der Menschen, die bislang in Sicherheit gebracht wurden, lag nach Angaben eines Kreis-Sprechers bei etwa 500.

    Waldbrand bei Lübtheen
    Feuerwehrleute bereiten sich im evakuierten Ort Alt Jabel auf den Einsatz beim grossflächigen Waldbrand vor. Wegen des Brandes auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern mussten Hunderte Menschen ihre Wohnungen verlassen. - dpa

    Lübtheen liegt rund 50 Kilometer südwestlich von Schwerin. Am Freitag war in einem Wald auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz ein Feuer ausgebrochen. Die Behörden hatten zunächst Entwarnung gegeben und mitgeteilt, das Feuer sei gelöscht. Am Sonntag brach das Feuer erneut aus - als Ursache vermuten die Behörden Brandstiftung.

    Löscharbeiten erschwert durch Munition

    Zusätzlich zu 350 im Einsatz befindlichen Feuerwehrleuten wurden dem Sprecher zufolge weitere Kräfte aus Mecklenburg-Vorpommern und dem benachbarten Niedersachsen angefordert. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch im Boden liegende Munition, die die Löschkräfte zwingt, einen Sicherheitsabstand von etwa 1000 Metern einzuhalten.

    Wegen der Rauchentwicklung waren auch Menschen in Brandenburg und im Norden Sachsen-Anhalts aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, wie aus einer amtlichen Warnung der Regional-Leitstelle Nord-West über die Notfall-Informations- und Nachrichten-App «NINA» hervorging.

    Waldbrand bei Lübtheen
    Feuerwehrleute bereiten die Löschwasserversorgung in der Nähe des evakuierten Orts Alt Jabel bei einem grossflächigen Waldbrand vor. - dpa

    Die Gegend, in der der Wald brennt, grenzt direkt an einen früheren Truppenübungsplatz. Die dort noch im Boden liegende Munition erschwert die Löscharbeiten. Feuerwehrleute müssen einen Sicherheitsabstand von 1000 Metern einhalten. Deshalb kam bei der Brandbekämpfung auch ein Löschpanzer aus Brandenburg zum Einsatz.

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