Italiens Ministerpräsident Mario Draghi wird als Präsidentschafts-Kandidat gehandelt. Fragen dazu weicht er jedoch aus.
Italiens Premierminister Mario Draghi spricht während der Eröffnungszeremonie des UN-Klimagipfels COP26 in Glasgow. Foto: Yves Herman/Press Association/dpa
Italiens Premierminister Mario Draghi spricht während der Eröffnungszeremonie des UN-Klimagipfels COP26 in Glasgow. Foto: Yves Herman/Press Association/dpa - sda - Keystone/Press Association/Yves Herman

Das Wichtigste in Kürze

  • In Italien stehen Anfang 2022 Präsidentschaftswahlen an.
  • Über seine mögliche Kandidatur hält Mario Draghi sich bedeckt.

Italiens Ministerpräsident Mario Draghi hält sich vor der anstehenden Wahl des Staatsoberhauptes Anfang 2022 über seine mögliche Kandidatur weiter bedeckt. «Mein persönliches Schicksal zählt absolut nicht, ich habe keine besonderen Bestrebungen für das eine oder das andere», sagte der 74-Jährige bei der Jahresabschluss-Pressekonferenz in Rom. «Ich bin ein Mann, ein Grossvater im Dienste der Institutionen», fügte der frühere Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) hinzu. Anfang kommenden Jahres steht in Italien zwischen Januar und Februar die Wahl eines neuen Staatsoberhauptes an.

Draghi weicht Fragen aus

In Italien wird es vom Parlament und Vertretern der 20 Regionen gewählt. Draghi wird immer wieder für den Posten gehandelt. Fragen danach wich er bislang aus und lobte am Mittwoch stattdessen den amtierenden Präsidenten Sergio Mattarella als Vorbild für die Rolle.

Sein Wechsel in den Quirinalspalast würde das Ende seiner Amtszeit als Regierungschef und mögliche vorgezogene Wahlen bedeuten. Der parteilose Draghi führt ein Kabinett aus Politikern und Experten an, auf das sich eine breite Mehrheit im Zwei-Kammer-Parlament Mitte Februar geeinigt hatte.

Mario Draghi
Mario Draghi, der Ministerpräsident von Italien. - sda - Keystone/ANSA Pool/AP/Ettore Ferrari

Die Chefs der Parlamentsparteien diskutieren bereits über mögliche Kandidaten. Der Mitte-Rechts-Block will Draghi im Amt behalten und brachte stattdessen Ex-Ministerpräsident und Parteichef der Forza Italia, Silvio Berlusconi, als Staatsoberhaupt ins Spiel. Die Mitte-Links-Parteien wollen Medienberichten zufolge nicht, dass ein Parteichef für das Amt kandidiert.

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