Von Russland dominiertes Militärbündnis berät über Lage in Kasachstan

    Keystone-SDA
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    Das von Russland dominierte Militärbündnis will über die Lage und Vorgehen in Kasachstan beraten.

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    Proteste in Kasachstan (Archivbild). - AFP

    Nach dem Eingreifen des von Russland dominierten Militärbündnisses OVKS in der Republik Kasachstan in Zentralasien wollen dessen Mitgliedsländer über das weitere Vorgehen beraten.

    Für diesen Montag sei angesichts der schweren Ausschreitungen eine Video-Konferenz geplant, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Sonntag in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit um Unterstützung (OVKS), der auch Armenien, Belarus, Kirgistan und Tadschikistan angehören, hatte auf Bitte Kasachstans 2500 Soldaten in die an China und Russland grenzende Ex-Sowjetrepublik entsandt.

    Die Proteste in dem öl- und gasreichen Land dauern mittlerweile seit einer Woche an. Unmut über gestiegene Treibstoffpreise an den Tankstellen schlug in vielerorts friedliche, aber teils auch gewaltsame Proteste gegen die Staatsführung um. Die autoritären Behörden sagen, die Lage sei mittlerweile unter Kontrolle.

    Wie das Büro von Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew nach einer weiteren Krisensitzung mitteilte, dauern die Einsätze gegen Demonstranten an. «Es werden Massnahmen ergriffen, um Terroristen ausfindig zu machen und festzunehmen.» Tokajew bezeichnete Demonstranten, die teilweise auch bewaffnet sein sollen, als «Terroristen» und «Banditen».

    Es seien mittlerweile fast 6000 Menschen festgenommen worden, hiess es weiter. Neue Zahlen zu Toten und Verletzten unter Zivilisten wurden nicht genannt, unabhängige Angaben sind weiterhin schwer verfügbar. Behörden hatten zuletzt von insgesamt mehr als 40 Getöteten gesprochen, darunter auch Sicherheitskräfte.

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