EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen warnt Russland vor einer Fehlkalkulation. Sollten sie in die Ukraine einmarschieren, folgen massive Sanktionen.
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Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission. Die EU hat weitere Sanktionen gegen Russland beschlossen. - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen warnt Russland vor Einmarsch in die Ukraine.
  • Handelsbeziehungen mit EU seien für Russland wichtiger als umgekehrt.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat Russland vor einer Fehlkalkulation im Ukraine-Krieg gewarnt. Für Russland seien die Wirtschaftsbeziehungen zur EU «sehr viel wichtiger» als umgekehrt. Dies betonte von der Leyen bei einer Online-Veranstaltung des Weltwirtschaftsforums (WEF) am Donnerstag.

«Sollte sich die Situation verschlechtern und sollte es weitere Angriffe auf die territoriale Integrität der Ukraine geben werden wir handeln. Wir werden mit massiven Wirtschafts- und Finanzsanktionen reagieren.»

«Für Russland ist es viel wichtiger»

Die EU sei «bei weitem der wichtigste Handelspartner Russlands». Zudem auch der «grösste Investor» in dem Land, unterstrich von der Leyen. «Und ja, diese Handelsbeziehung ist für uns wichtig. Aber für Russland ist sie viel wichtiger.»

Russland und EU
Die Flaggen von Russland (l) und der EU. Die EU ist für Russland der wichtigste Handelspartner. - dpa-infocom GmbH

Wegen massiver russischer Truppenbewegungen an der ukrainischen Grenze befürchtet der Westen einen bevorstehenden russischen Einmarsch in die Ukraine. Moskau argumentiert, dass der Truppenaufmarsch auf russischem Staatsgebiet stattfinde und daher «niemanden» bedrohe. Der Westen droht Moskau seit Wochen mit massiven Konsequenzen, sollte es zu einer Invasion in die Ukraine kommen. Welche Sanktionen Moskau dann genau drohen würden, liess die EU bisher offen.

«Wir hoffen, dass es keinen Angriff geben wird», betonte von der Leyen. «Aber falls es so kommt, sind wir vorbereitet.»

Im Osten der Ukraine herrscht bereits seit 2014 Krieg zwischen prorussischen Separatisten und der ukrainischen Armee. Der Westen wirft Moskau die militärische Unterstützung der Separatisten vor, der Kreml bestreitet dies.

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