Verteidigungsminister wollen Zusammenarbeit im All ausbauen
Moderne Weltraumtechnologien werden immer wichtiger für die Sicherheit und militärische Abschreckung in Europa. Die Verteidigungsminister von Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg wollen hier ihre Kooperation vertiefen.

Weltraumfähigkeiten hätten eine immer grössere und sich rasant weiterentwickelnde Bedeutung für jede Form militärischer Auseinandersetzung, sagte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius am Montag nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen in Berlin.
Er habe bei seiner Reise in die Ukraine in der vergangenen Woche «sehen können, wie sehr die Ukraine mithilfe von Starlink und modernster Drohnentechnologie die Logistik der russischen Angreifer hinter der Front empfindlich zu treffen vermag», sagte Pistorius. Es gehe um die Absicherung des Friedens, «auch in der Abschreckungsfähigkeit im Weltraum».
Pistorius nannte als Felder einer verstärkten Zusammenarbeit gemeinsame Aus- und Fortbildung bis hin zur sogenannten Weltraumlage. Dabei gehe es um Objekte im Orbit und eine Vermeidung von Zusammenstössen, aber auch um Aufklärung und den Schutz der eigenen Satellitensysteme.
Der sicherheitspolitische Austausch unter Verteidigungsministerinnen und Verteidigungsministern ermögliche es, voneinander zu lernen, sich gegenseitig bei gemeinsamen Interessen zu unterstützen und die Kooperation gezielt weiterzuentwickeln, teilte das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Montag mit.
Im Zentrum der Gespräche, an denen Bundesrat Martin Pfister teilnahm, stand laut VBS die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Europas angesichts der aktuellen geopolitischen Lage. Dabei seien Fragen zur personellen Alimentierung der Streitkräfte, zu Investitionen in militärisches Material sowie zur Weiterentwicklung der Infrastruktur behandelt worden.










