Venedig kassiert 2027 an 72 Tagen Eintritt

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    Die italienische Lagunenstadt Venedig – eines der beliebtesten Touristenziele in Europa – kostet künftig an noch mehr Tagen Eintritt.

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    Touristen stehen auf dem Markusplatz in Venedig. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Venedig verlangt 2027 an 72 Tagen Eintritt von Tagesbesuchern, 2026 waren es noch 60 Tage.
    • Der Eintritt kostet je nach Buchungszeitpunkt fünf oder zehn Euro.
    • Trotz der Gebühr kommen weiterhin viele Touristen, was die Stadt und ihre Einwohner stark belastet.

    Die italienische Lagunenstadt Venedig – eines der beliebtesten Touristenziele in Europa – kostet künftig an noch mehr Tagen Eintritt.

    Im nächsten Jahr müssen Kurzbesucher nach einem Beschluss des Stadtrats zwischen Karfreitag und Mitte August an insgesamt 72 Terminen bis zu zehn Euro (rund 9,30 Franken) Gebühr zahlen.

    Dieses Jahr waren es noch 60 Tage. Auf eine kräftige Preiserhöhung verzichteten die Stadtoberen vorerst. Zwischenzeitlich waren auch schon 30 Euro Eintritt und noch mehr im Gespräch.

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    Venedig wird 2027 nochmal teurer. - pexels

    Als erste Stadt der Welt verlangt Venedig seit zwei Jahren Eintritt von Tagesbesuchern – so wie in einem Museum. Wer mindestens drei Tage zuvor buchte, kam dieses Jahr noch mit fünf Euro davon. Wer sich länger Zeit liess, musste zehn Euro zahlen.

    Kasse klingelt

    In der Regel lädt man sich dazu einen QR-Code aufs Handy. Allerdings mogeln sich viele immer noch darum herum. Dieses Jahr zahlten mehr als 650’000 Besucher, was der Stadt mehr als fünf Millionen Euro in die Kassen brachte.

    Übernachtungsgäste sind vom Eintritt ausgenommen. Sie müssen allerdings eine «Kurtaxe» zahlen. Zudem gibt es Ausnahmen für bestimmte Gruppen.

    Findest du es richtig, dass du für einen Tagesbesuch in Venedig Eintritt bezahlen musst?

    Die Stadtverwaltung betont immer wieder, dass es ihr nicht um die Einnahmen gehe, sondern darum, die Besucherströme besser zu lenken. Deshalb war auch ein deutlich höherer Eintritt im Gespräch. Die Entscheidung liegt allerdings nicht allein in Venedig: Auch die Regierung in Rom muss zustimmen.

    Besucherzahlen gehen nicht zurück

    Bislang gingen die Besucherzahlen durch die Gebühr nicht zurück. Venedig ist ohnehin teuer: Das Einzelticket für eine Fahrt mit dem Vaporetto, dem Wasserbus, kostet 9,50 Euro. Für eine halbe Stunde in der Gondel werden mindestens 90 Euro fällig.

    Venedig verdient viel Geld mit dem Tourismus, leidet aber auch schwer darunter. Inzwischen gibt es dort deutlich mehr Hotelbetten als Einwohner.

    In der Altstadt leben heute weniger als 50’000 Menschen. Kein Vergleich zu den Millionen Touristen, die jedes Jahr aus aller Welt kommen. Nach Schätzungen sind es jedes Jahr mehr als 25 Millionen.

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    Kommentare

    User #6472 (nicht angemeldet)

    In Luzern einführen!

    User #6341 (nicht angemeldet)

    In Winterthur, Olten oder Biel sollte man ab sofort auch Eintritt verlangen, so würde man den Massentourismus dort für die Einheimischen verträglicher machen.

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