USA: Kein schneller Sieg der Ukraine gegen Russland zu erwarten

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    US-Generalstabchef Mark Milley sieht keinen baldigen Sieg der Ukrainer gegen Russland. Der Ukraine-Krieg werde wohl am Verhandlungstisch enden.

    Mark Milley Donald Trump
    Diese Position hielt er auch unter Joe Biden inne - bis er 2023 in den Ruhestand ging. - sda - Keystone/dpa/Hannes P Albert

    Das Wichtigste in Kürze

    • US-Generalstabchef Mark Milley sieht keinen baldigen Sieg der Ukraine gegen Russland.
    • Er glaube, dass auch dieser Krieg wie viele zuvor am Verhandlungstisch enden würde.

    US-Generalstabschef Mark Milley hält die Chance auf einen baldigen, militärischen Sieg der Ukraine im von Russland begonnenen Krieg weiter für gering.

    Aus militärischer Sicht sei es «sehr, sehr schwierig» für die Ukraine, in diesem Jahr die russischen Streitkräfte aus jedem Zentimeter der Ukraine und russisch besetzten Gebieten zu vertreiben, sagte Milley am Freitag nach einer Ukraine-Konferenz auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein. «Das heisst nicht, dass es nicht passieren kann», betonte er, «aber es wäre sehr, sehr schwierig». Er glaube, dass auch dieser Krieg wie viele zuvor am Verhandlungstisch enden werde.

    ukrainische soldaten
    Ukrainische Soldaten an der Front nahe Kreminna - AFP

    Zwar fänden massive Kampfhandlungen statt und der Ukraine seien einige wichtige Vorstösse gelungen. Die Frontlinie sei aber sehr lang und überwiegend statisch, sagte Milley weiter. Zu erwarten sei zunächst eher, dass der Fokus weiterhin auf der Verteidigung liege, um die Front zu stabilisieren.

    Und je nachdem, wie schnell die Waffenlieferungen internationaler Partner und das Training des ukrainischen Militärs an neuen Waffensystemen vorankämen, sei auch eine bedeutende Gegenoffensive der Ukraine möglich, um so viel ukrainisches Gebiet wie möglich zu befreien.

    «Sehr, sehr blutiger Krieg»

    «Dies ist ein sehr, sehr blutiger Krieg. Und es gibt erhebliche Verluste auf beiden Seiten», sagte Milley. Dies genau zu beziffern, sei im Krieg immer schwierig. Er rechne aber damit, dass Russland «deutlich mehr als 100'000» Soldaten verloren habe.

    Das beinhalte reguläre Mitglieder des Militärs, aber auch Söldner, die auf russischer Seite kämpften. «Die Russen haben eine enorme Anzahl von Opfern in ihrem Militär zu beklagen.» Für Russland entwickle sich der Krieg zu einer «absoluten Katastrophe».

    Signifikante Verluste gebe es auch beim ukrainischen Militär, betonte Milley – ohne jedoch Zahlen zu nennen. Hinzu kämen die vielen unschuldigen Zivilisten in der Ukraine, die getötet worden seien.

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