Universum: Forscher haben erstes Molekül nach Urknall gefunden

    Alexander König
    Alexander König

    Deutschland,

    Nach jahrelanger Forschung ist es Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut gelungen, des Universums erstes Molekül 3000 Lichtjahre entfernt nachzuweisen.

    Universum Molekül Urknall
    Ein Sternenhimmel mit grossem Farbspektrum. - Pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach jahrzehntelanger Forschung: Wissenschaftler gelingt ein Durchbruch.
    • Sie erbrachten den Nachweis für das Molekül, das nach dem Urknall als erstes entstand.

    Jahrzehntelang forschten sie. Nun ist es Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut gelungen, das erste nach dem Urknall entstandene Molekül im All nachzuweisen. Vor 14 Milliarden Jahren gab es demnach die ersten Heliumhydrid-Ionen.

    Mobile Forschungsanlage

    Diese Moleküle wurden zwar bereits 1925 im Labor nachgewiesen. Im All waren sie jedoch zunächst unauffindbar. Einer der Forscher meint gemäss «Focus»: «Es gab bislang einfach keine entsprechenden Detektoren.»

    Deswegen entwickelten die Wissenschaftler über Jahre hinweg ein hochauflösendes Spektrometer, dass die spezifische Infrarotstrahlung des Moleküls im All aufzuspüren vermag. Mit einer modifizierten Boeing 747 machten sich die Forscher dann auf, die komplizierten Messungen dem All möglichst nahe zu bewerkstelligen.

    Verbesserte Modellierung von Universum

    Dabei fanden sie das fragliche Molekül im Universum rund 3000 Lichtjahre von der Erde entfernt, in einem planetarischen Nebel. «Wir hatten die Suche nach den Heliumhydrid-Ionen lange auf der Agenda. So etwas Bedeutendes wie das erste Molekül des Universums weckt natürlich den wissenschaftlichen Ehrgeiz» sagte Güsten, einer der Forscher.

    molekül Universum
    Erstes im Universum: Das Spektrum des Moleküls auf einer Visualisierung des Max-Plank-Instituts. - Max Plank Institut

    Von diesem Fund erhoffen sich die Wissenschaftler nun chemische Reaktionen in der Anfangsphase vom Universum besser modellieren zu können.

    Ihre Arbeit veröffentlichten sie in der Wissenschaftszeitschrift «Nature» wie auch auf der Max-Plankschen Webseite.

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