UN-Klimakonferenz

    UN-Klimakonferenz: 100 Staaten wollen bis 2030 Entwaldung stoppen

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Auf dem Weltklimagipfel in Glasgow haben sich mehr als 100 Staaten verpflichtet, die Zerstörung von Wäldern und anderen Landschaften bis 2030 zu stoppen.

    Die Staats- und Regierungschefs der Welt stellen sich während des Abendempfangs zur Eröffnung des UN-Klimagipfels COP26 für ein Gruppenfoto auf. Foto: Alberto Pezzali/AP pool/dpa
    Die Staats- und Regierungschefs der Welt stellen sich während des Abendempfangs zur Eröffnung des UN-Klimagipfels COP26 für ein Gruppenfoto auf. Foto: Alberto Pezzali/AP pool/dpa - sda - Keystone/AP pool/Alberto Pezzali

    Das Wichtigste in Kürze

    • Beim Klimagipfel in Glasgow hat es einen ersten grossen Beschluss gegeben.
    • Mehr als 100 Staaten haben sich verpflichtet die Zerstörung von Wäldern zu stoppen.
    • Als Ziel wurde 2030 definiert – 12 Mia. Dollar an öffentlichen Geldern werden mobilisiert.

    Dies hat die britische Regierung, die der UN-Konferenz vorsitzt, am späten Montagabend bekanntgegeben. Die beteiligten Länder, darunter Deutschland und die gesamte EU, repräsentieren demnach 85 Prozent der weltweiten Waldfläche, also etwa 34 Millionen Quadratkilometer. Mit dabei sind die Staaten mit den grössten Wäldern überhaupt, also Kanada, Russland, Brasilien, Kolumbien, Indonesien sowie China, Norwegen und die Demokratische Republik Kongo.

    Entwaldung
    Die Entwaldung im Amazonasgebiet schreitet voran. - AFP/Archiv

    Für das Vorhaben werden demnach bis 2025 etwa 12 Milliarden US-Dollar (rund 10,3 Milliarden Euro) an öffentlichen Geldern mobilisiert. Hinzu kommen 7,2 Milliarden US-Dollar private Investitionen. Wälder gelten als die Lunge unseres Planeten, sie nehmen etwa ein Drittel der jährlich vom Menschen ausgestossenen CO2-Emissionen auf. Doch schrumpfen sie bedenklich, wie es in der Mitteilung weiter hiess: Jede Minute gehe eine Fläche von etwa 27 Fussballfeldern verloren.

    Der britische Premierminister Boris Johnson sprach der Mitteilung zufolge von Wäldern als «Kathedralen der Natur» und erklärte: «Sie sind unverzichtbar für unser Überleben.» Der Präsident Indonesiens, Joko Widodo, sagte laut der Mitteilung, sein Land sei gesegnet mit viel Regenwald. Seine Regierung verpflichte sich, diese als «natürliches Kapital» zu beschützen.

    Der britische Premierminister Boris Johnson (l) und der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, begrüssen die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen (CDU), bei ihrer Ankunft zum UN-Klimagipfel COP26 in Glasgow. Foto: Christopher Furlong/Pool Getty/AP/dpa
    Der britische Premierminister Boris Johnson (l) und der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, begrüssen die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen (CDU), bei ihrer Ankunft zum UN-Klimagipfel COP26 in Glasgow. Foto: Christopher Furlong/Pool Getty/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    In Glasgow ringen in den kommenden zwei Wochen rund 200 Staaten darum, wie das in Paris beschlossene 1,5 Grad-Ziel noch erreicht und konkret umgesetzt werden kann. Die bisherigen Pläne der Staaten reichen dazu noch bei weitem nicht aus.

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