UN-Klimagipfel: Entwurf für Abschlusserklärung fordert Kohleausstieg

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Der neue Entwurf der Abschlusserklärung für die Weltklimakonferenz fordert von rund 200 Staaten einen schnellen Kohleausstieg.

    kohleausstieg
    Kraftwerk Datteln - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei der Weltklimakonferenz wurde beschlossen, den Kohleausstieg zu beschleunigen.
    • Subventionen für Kohle, Gas und Öl sollen gestoppt werden.

    Der Ausstieg aus der Kohle soll beschleunigt werden und auch Subventionen für Kohle, Gas und Öl sollen gestrichen werden. Dazu ruft ein neuer Entwurf der Abschlusserklärung für die Weltklimakonferenz die etwa 200 Staaten auf.

    Der Ausstoss klimaschädlicher Treibhausgase müsse schnell, stark und nachhaltig gedrosselt werden. Das soll um 45 Prozent bis 2030 und auf netto Null bis zur Mitte des Jahrhunderts sein. So heisst es weiter in dem am frühen Mittwochmorgen veröffentlichten Dokument.

    Anders lasse sich die Erderwärmung nicht wie angestrebt auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzen.

    Die Staaten werden daher aufgefordert, bis Ende 2022 ihre nationalen Pläne zum Klimaschutz «zu überprüfen und zu stärken». Weiter heisst es, man sei «alarmiert und besorgt». Die menschlichen Aktivitäten hätten schon jetzt den Planeten um etwa 1,1 Grad aufgeheizt. Die Folgen seien schon in jeder Region spürbar.

    Industriestaaten müssen ihre Gelder für Klimaanpassung verdoppeln

    Betont wird die Dringlichkeit, noch in dieser «kritischen Dekade» schneller und ehrgeiziger beim Klimaschutz voranzukommen. Sowie bei der Anpassung an Klimaschäden und der Finanzierung von Klimahilfen schneller gearbeitet werden soll. Es sei «sehr besorgniserregend», dass die derzeitigen Hilfen zur Anpassung an die Erderwärmung für arme Länder unzureichend seien. Die Industriestaaten werden in dem Dokument aufgefordert, ihre Gelder für die Klimaanpassung «mindestens zu verdoppeln».

    Jennifer Morgan
    Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan - Keystone

    Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan reagierte mit scharfer Kritik auf den Entwurf. Dies sei kein Plan zur Lösung der Klimakrise. Es sei nur eine höfliche Bitte, dass die Staaten «vielleicht, wenn möglich» im nächsten Jahr mehr tun.

    «Die Verhandler sollten gar nicht erst darüber nachdenken, diese Stadt zu verlassen, ohne einen angemessenen Deal geschlossen zu haben.» Im Kapitel über Klimahilfen müssten «echte Zahlen» und ein Finanzplan stehen, in einer Grössenordnung von Hunderten Milliarden Dollar.

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