Vor der Klimakonferenz in Glasgow reichen die Pläne zur Reduzierung von Treibhausgasen einem UN-Bericht zufolge noch lange nicht aus.
Vereinte Nationen
Das Symbol der UNO. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die UN kritisiert die Klimapläme der Glasgow-Teilnehmer-Staaten.

Zwar hätten zahlreiche Länder ihre Pläne seit einem Bericht im September erneuert oder aufgebessert, der Trend gehe aber nach wie vor in die gleiche Richtung, sagte die Chefin des UN-Klimasekretariats Patricia Espinosa laut einer Mitteilung vom Montag. «Wir sind noch nicht einmal in der Nähe, wo die Wissenschaft sagt, dass wir sein sollten.»

Zusammengenommen ergäben die vorgelegten Pläne aller 192 Teilnehmerstaaten bis 2030 einen Anstieg der globalen Treibhausgasemissionen um etwa 16 Prozent im Vergleich zu 2010. Damit sei Experten zufolge ein globaler Temperaturanstieg um 2,7 Grad bis zum Ende dieses Jahrhunderts absehbar.

In Paris hatten sich 2015 mehr als 190 Staaten auf das Ziel geeinigt, die Erderwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit auf deutlich unter zwei Grad, möglichst auf 1,5 Grad, zu begrenzen. Um das Ziel zu erreichen, müssten bis Ende dieses Jahrzehnts die Emissionen laut Vereinten Nationen um 45 Prozent im Vergleich zu 2010 gesenkt werden.

Espinosa rief alle Teilnehmerstaaten auf, ihre Anstrengungen deutlich zu verstärken. «Die Temperatur-Ziele zu verfehlen, wird zu einer destabilisierten Welt und endlosem Leiden führen, besonders bei denjenigen, die am wenigsten zu den Treibhausgasemissionen in der Erdatmosphäre beigetragen haben.»

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